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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 27.11.13 , gültig bis Mi. 04.12.13

i-dipfele gastierte in Pfinztal

Durch den Selmnitzsaal in Berghausen strömt ein Gemisch aus badischer und schwäbischer Energie. Alles bleibt im Fluss. Eine esoterische Stimmung macht sich breit. Die geht von der Bühne aus und erfüllt die Besucher. Ein Stimmungshoch hält zwei Stunden an. Das Duo „i-dipfele“ ist dafür verantwortlich. Zum inzwischen vierten Mal gastiert das Kabarett aus Stuttgart, von dort kommt Berta (Sabine Schief) und Drumherum der Heimat von Emma (Gesa Schulze-Kahleyß), in der Gemeinde Pfinztal. Die beiden schwätzen anders, die Verständigung gelingt bestens. Eigentlich serviert die Kommune ihre Kulturveranstaltungen im Bürgerhaus in Söllingen. Die Nachfrage nach „i-dipfele“ jedoch zwang zum Umzug in den Nachbarort und bescherte ein ausverkauftes Haus.

Was der Alltag bringt, wird von den beiden Schnattergoschen hinterfragt, ausgebreitet und verhächelt. Das ist das Alter unabhängig. Die Künstlerinnen schneiderten für Späßle und Witzle die passende Kleidung auf den Leib. Zu Wort kam dadurch Aurelia alias Berta und Susi die Emma kopiert. Selbst die Kleinsten, im Outfit mit Lätzchen, Häubchen und Rassel wurden von „i-dipfele“ imitiert.

Zum Programm gehörte auch Musik. Die entsprechenden Konserven legte „Kapellmeister“ Michael ein und dann ging´s los. Auf die Variante „Hu“ und „Ha“ wurde das das sehr textsichere Publikum vorbereitet das daraufhin stimmungsvoll alles gab. Es blieb durchweg spannend, trotz verabreichtem Entschleunigungskurs. Tiefsinnig das Thema „Traumata der Pflanzen“, mit dem verschmitzten Hinweis Boskopp statt Boni. „I-dipfele“ sind quasi missionarisch unterwegs, kümmerten sich beispielsweise um gewaltfreies Kochen dazu bläst Johann aus der ersten Reihe mit Inbrunst in das Schneckenhorn. Was im Rampenlicht serviert wurde trägt die Überschrift „G´stoche scharf“. In diesem Sammelsurium von Begebenheiten und Situationen machte Emma „figürlich“ den Adler, der von Berta mit dem grauen Star beantwortet wurde. Eine Nasenüb-ung samt Fingerarrangement mit den Besuchern lockerte ungewohnt auf.

Das Doppelgespann aus Schwaben will Erlebnis pur vermitteln. Wie Kohlensäure in stillem Wasser soll die Wirkungsweise sein. Dabei ist die Konzentration auf das Wesentliche fokussiert, weil, O-Ton „i-dipfele“: Zu viel Information nicht gut tut. Dennoch auch vor einer erotischen Rotlichtstimmung auf der Bühne wurde kein Halt gemacht und selbst der direkte Draht zum Himmel wurde beim „Engelsgesang“ geknüpft. Berta und Emma wurden ihrem Markenzeichen „Älles geben“ gerecht. Der Applaus forderte Zugaben und das Versprechen wiederzukommen.





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