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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 29.10.13 , gültig bis Mi. 06.11.13

Gut besuchte Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule

Mit dem Beginn des Schuljahres 2013/2014 gibt es in Baden-Württemberg bereits 129 Gemeinschaftsschulen. Auch in Pfinztal ist man seit längerer Zeit dabei, die Frage der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule zu prüfen. Auf dem Weg hin zu einer endgültigen Entscheidung für oder gegen eine Gemeinschaftsschule fand nun eine gut besuchte Informationsveranstaltung der Gemeinde in der Aula des Bildungszentrums statt. Die etwa 100 Interessierten waren nach den Vorträgen der Referenten und der Frage- und Austauschrunde um viele Informationen zur Gemeinschaftsschule reicher.

Bürgermeisterin Nicola Bodner hatte einleitend in ihrer Situationsbeschreibung geschildert, dass Pfinztal gegenüber dem Staatlichen Schulamt Karlsruhe bereits das Interesse der Gemeinde zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Berghausen bekundet hat. Hintergrund ist das veränderte Übergangsverhalten auf die weiterführenden Schulen und die damit verbundene neue hohe Heterogenität unter den Schülern, die eine veränderte Lernkultur erfordert. Will man zum Schuljahresbeginn 2015/16 mit einer ersten Klassenstufe einer Gemeinschaftsschule beginnen, muss der Antrag spätestens am 1. Juni 2014 beim Regierungspräsidium vorliegen.

Daniel Hager-Mann von der Stabsstelle Gemeinschaftsschule im baden-württembergischen Kultusministerium hatte verschiedene Argumente für diese Schule im Gepäck. Wichtig war ihm zu verdeutlichen, dass die Schulart der Unterschiedlichkeit der Schüler am weitesten gerecht wird, weil sich individuelle Lernformen und gemeinsames Lernen abwechseln und eine optimale Förderung gewährleisten. Eine dauerhafte Sicherstellung der Zweizügigkeit mit mindestens 40 Schülern ist Voraussetzung für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule, die in den Klassenstufen 5 – 10 die als verpflichtende Ganztagsschule zu betreiben ist. Das bedeutet, dass an drei oder vier Tagen der Woche ein Ganztagesbetrieb mit pädagogischem Angebot gewährleistet sein muss. Schule und Schulträger haben darüber zu entscheiden, welche Variante gewählt wird.

Wie die Gemeinschaftsschule in der Praxis konkret ablaufen kann erläuterte Dr. Joachim Friedrichsdorf von der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen. Seine Schule hat bereits langjährige Erfahrungen mit der Gemeinschaftsschule gesammelt. An die Stelle der Klasse tritt in der Gemeinschaftsschule die sogenannte Lerngruppe. Sie ist kein starrer Verband wie die bisherige Klasse, sondern bietet in unterschiedlichen Gruppierungen verschiedene Möglichkeiten des Lernens, wobei der Schwerpunkt auf dem selbstverantwortlichen Lernen liegt. Deutlich wurde von ihm herausgestellt, dass es sich bei der Gemeinschaftsschule um eine vollkommene Neugründung handelt und die sich einbringenden Schulen ihren Betrieb einstellen.

Die Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen, wurde in einer abschließenden Runde eingehend genutzt. Des Weiteren wurde deutlich gemacht, dass bis zu einer endgültigen Entscheidung im kommenden Jahr noch manche Gespräche zu führen, Konzepte und Planungen auszuarbeiten und die Öffentlichkeitsarbeit in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Schulen und dem Staatlichen Schulamt abzustimmen und zu koordinieren sind.

Eine gute Möglichkeit der Information bietet der Internetauftritt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg zur Gemeinschaftsschule unter www.gemeinschaftsschule-bw.de.





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