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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 17.09.13 , gültig bis Mi. 25.09.13

Waldbegehung

Waldbegehung – wichtige Exkursion für Mandatsträger der Kommune

Im Gemeindewald Pfinztal mit einer Fläche von rd. 814 Hektar wird die Bewirtschaftung engagiert und kostenbewusst durchgeführt. Zu diesem Ergebnis kommt die für den badischen Landesteil zuständige Forstdirektion Freiburg in einem Bericht.

Bei einer Waldbegehung erläuterten die Forstfachleute den Pfinztaler Kommunalpolitikern viel Wissenswertes über die Waldbewirtschaftung. Einblicke und Informationen gab es vor Ort zu den Schäden entlang der B 10 zwischen Söllingen und Kleinsteinbach bei dem Unwetterereignis Ende Mai 2013. Damals musste die Bundesstraße für mehrere Tage gesperrt werden, als an dem Steilhang mehrere Bäume umstürzten und die Fahrbahn blockierten. Allein in diesem Waldabschnitt beläuft sich die Schadenssumme auf rd. 20.000 Euro.

Im Gemeindewald Pfinztal mit einer Holzbodenfläche von rund 814 Hektar wird die Bewirtschaftung engagiert und kostenbewusst erledigt. Diese Aussage stammt aus der Zwischenprüfung der für Baden zuständigen Forstdirektion Freiburg zur Halbzeit des zehnjährigen Forsteinrichtungszeitraums. Bei der obligatorisch jährlich durchgeführten Waldbegehung für Gemeinde- und Ortschaftsräte samt dem Ausschuss für Umweltfragen stellte der zuständige Forstplanungsleiter Martin Köllner diese Ergebnisse unter der Überschrift „Maßgabe muss sein, den Wald als Warenlager für die Nachkommen zu gewährleisten“ vor. Ein Wermutstropfen wurde übereinstimmend von Forstbezirksleiter Thomas Rupp und Revierförster Matthias Köpf der vielköpfigen Delegation ebenfalls mitgeteilt: Im laufenden Waldwirtschaftsjahr werde ein beträchtliches Loch in der Kasse entstehen und den Überschuss deutlich verringern. Grund dafür sind die vielen Schäden im Gemeindewald, die anhaltender Regen im Mai (400 Liter pro Quadratmeter fielen binnen weniger Tage) anrichtete. Damals musste sogar für mehrere Tage die Bundesstraße 10 zwischen Kleinsteinbach und Söllingen gesperrt werden, als in einem Steilhang mit bis zu 50 Grad Neigung auf einer Fläche von rund drei Hektar zahlreiche Bäume umstürzten und die Fahrbahn blockierten. Allein hier beträgt die Schadenssumme 20.000 Euro, hinzu kommen weitere 10.000 Euro, die im übrigen Gemeindewald entstanden.

An Ort und Stelle zeigt sich das Ausmaß der Schäden noch immer, das bei der Begehung mit Bürgermeisterin Nicola Bodner in Augenschein genommen wurde. Das weitere Vorgehen in der Steillage entlang der B10 ist für das Winterhalbjahr geplant, hieß es. Ein Eichenmischwald soll gepflanzt werden. Dazu muss an bis zu zwei Wochenenden die Bundesstraße erneut gesperrt werden.

Im Distrikt „Oberwald“ steht im Winter eine Waldpflege an. Sie dient der Förderung der Vielfalt der Baumarten sowie der Verjüngung mit dem Aspekt des Wertzuwachses. Mit eingeschlossen ist eine Kronenpflege.

Der „Stupfericher Rain“, ein Zulauf zum Bocksbach, bildet die Grenze von Gemeindewald Pfinztal und dem Stadtwald auf Gemarkung Stupferich. Hier im Distrikt „Hundstangen“ galt die erste Aufmerksamkeit einer sich gut entwickelten inzwischen fünfjährigen Neupflanzung von Schwarznussbäumen als Ersatz für zuvor hier stehende Fichten. Im weiteren Verlauf des Bachs beschäftigen Untere Forstbehörde und Forstrevier Pfinztal in naher Zukunft die Gewässerrandpflege und Wegunterhaltung. Auslöser auch hier die starken Niederschläge vom späten Frühjahr, als eine Bachüberfahrt regelrecht ausgespült wurde. Hier gelte es, diese Rohr-Querung zu stabilisieren und das Bauwerk wieder in die Umgebung einzubinden, sagte Thomas Rupp. Aktuell war schließlich die Mitteilung von Revierförster Matthias Köpf: „Das Brennholz aus dem Gemeindewald Pfinztal wird teurer und kostet ab September 55 Euro pro Festmeter“.





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