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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 03.07.13 , gültig bis Mi. 10.07.13

Begegnungskonzert in der Michaelskirche spannt den Bogen vom 17. ins 20. Jahrhundert

Über 500 Kilometer trennen den evangelischen Kirchenchor Söllingen und den Petrakoor in der Pfinztaler Partnerkommune Leerdam. Doch die Bande sind innig und bestehen bereits 28 Jahre. Das bislang letzte Zusammentreffen fand vor wenigen Wochen im Mai in Südholland statt, als ein Begegnungskonzert ausgerichtet wurde. Eine Wiederholung dieses Konzerts, allerdings ohne Petrakoor, fand jetzt in der Söllinger Michaelskirche als geistliche Abendmusik statt.

An den Anfang der Programmfolge stellte man „Mit dir, o Herr, die Grenzen überschreiten“ ein zeitgenössisches Lied. Dies habe man ganz bewusst getan, sagte Erika Fiedler. Denn im wörtlichen Sinn hat der Söllinger Kirchenchor zu seinem kulturellen Austausch Ländergrenzen überschritten. Hinzu kam, dass der Reisetross aus einem Gemeinschaftschor bestand, fügte die Vorsitzende hinzu. Ohne die gesangliche Mithilfe von Sängern und Sängerinnen aus Chören in der Gemeinde Pfinztal wäre dies nicht leistbar gewesen, stellte Dirigent Hans Weiß fest. Gerade mal sechs Wochen standen zur Vorbereitung zur Verfügung. Ein Liederspektrum aus mehreren Jahrhunderten wurde erarbeitet, das auch den Pfinztalern zu Gehör gebracht werden sollte. Deshalb also der heimische Auftritt mit Unterstützung eines Bläserquartetts des Posaunenchors Söllingen, den Organisten Johannes und Martin Weiß sowie Miriam Rückert (Sopran) und Elisabeth Weiß (Flöte).

Eingängige Stücke aus verschiedenen Epochen, a cappella und mit instrumentaler Begleitung, gab es zu hören. Insgesamt standen 18 Kompositionen auf der Vortragsliste. Zu den frühen Werken aus dem 18. Jahrhundert zählten „Komm , o Seele, erhebe dich“ (Joseph Haydn), „Preis und Anbetung“ (Johann Christian Rinck) und aus dem „Requiem“ von Gabriel Fauré das „Pie Jesu“ für Orgel und Sopran.

Aus dem 17. Jahrhundert datiert „Sonate F-Dur“ (Daniel Purcell) für Flöte und Orgel. Wiederholt wurden die Besucher zum Mitsingen aufgefordert, etwa bei „Ich lobe meinen Gott“ und „Nun danket alle Gott“.

Gut vertreten waren auch sakrale Werke des 20. Jahrhunderts, wozu „Wohin soll ich gehen“ für Klavier und Sopran, „Marche triomphale“ eine Choralfantasie für Orgel und die Choralversion „Gott, dein guter Segen“ zählten. Lesungen von Reinhold Speer, dazu Gebet und Segen von Gemeindepfarrer Norbert Gantert rundeten die geistliche Musik ab.

Das irische Segenslied mit den Wünschen „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ und „bis wir uns wiedersehen möge Gott seine schützende Hand über dir halten“ hatte mit Blick auf die Partnerschaft zum Petrakoor nach Leerdam seine besondere Bedeutung.





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