Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Sa. 25.05.13 , gültig bis Mi. 05.06.13

Russland-Reise einer Schülergruppe des Ludwig-Marum-Gymnasiums Pfinztal nach Ivanteevka bei Moskau

„Warum kennt bei uns eigentlich niemand das coole (piratenähnliche) Denkmal von Peter dem Großen auf der Moskwa?“ war eine aufschlussreiche Frage eines der Schüler, die im Rahmen eines schulischen Austauschprogramms des Ludwig-Marum-Gymnasiums Pfinztal eine Woche in Ivanteevka bei Moskau verbrachten. Acht Schüler und Schülerinnen hatten sich zusammen mit dem Organisator des Austauschs Ulf Pilgrim, dem ehemaligen Schulleiter des LMG Hans Riehm und seiner Frau auf die Reise gemacht in das Land, dessen Kultur und Lebensart sich doch stärker von der unseren unterscheidet als touristisch viel bereiste Länder wie Frankreich, Spanien oder Italien. Die Gruppe wurde von den russischen Gastfamilien in Ivanteevka mit großer Herzlichkeit aufgenommen und fühlte sich in den sehr gemütlichen russischen Wohnungen bald sehr wohl. Neben einem interessanten touristischen Programm beeindruckte die Schülergruppe vor allem ein Besuch in einem Kinderheim mit Jungen und Mädchen ohne Eltern, die zu ihrer Begrüßung eine kleine Aufführung mit Tänzen und Musik veranstalteten und mit ihnen zusammen russische Lieder sangen und spielten. Gemeinsam mit Schülern der Partnerschule veranstaltete die Gruppe ein Projekt, bei dem sie sich gegenseitig die Zeitungsartikel des jeweiligen Heimatlandes über das Partnerland vorstellten, dabei wurden vielfache Differenzen der Berichterstattung deutlich. Die Abende verbrachten die deutschen und russischen Schüler regelmäßig beim gemeinsamen Fussball- oder Basketballspiel und schlossen auch so weiter tragfähige Kontakte. Einer der gastgebenden Väter erzählte davon, dass er sich in seiner Freizeit an der Suche nach gefallenen sowjetischen und deutschen Soldaten beteilige, um die Verwandten der Toten zu informieren bzw. die Soldaten in Würde zu beerdigen, denn der Krieg sei – so seine Überzeugung - noch nicht wirklich zu Ende, so lange nicht alle Gefallenen beerdigt seien. Damit hat der Vater vielleicht einen wichtigen Grund angesprochen, warum uns Russland immer noch ein unbekanntes Land ist: Noch immer liegt der Schatten der Weltkriege und auch der des Kalten Krieges zwischen den Ländern. Um diesen Schatten zu vertreiben wurde die Reise unterstützt von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch.





Zurück