Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 08.05.13 , gültig bis Mi. 15.05.13

Bläserensemble Pfinztal musizierte für Renovierung der Thomaskirche

Es war eine gute Idee, wie der gute Besuch in der Thomaskirche in Kleinsteinbach zeigte, für die 2014 anstehende umfangreiche Renovierung des Weinbrennerbaus ein Benefiz-Konzert der besonderen Art zu veranstalten. Ausführende Akteure des als „Bläsermusik zu Kantate“ titulierten Konzerts war das Bläserensemble Pfinztal. Es ist eine lose Vereinigung von in Posaunenchören engagierten und befreundeten Musikern. Christian Künzler übernimmt die Rolle des Dirigenten übernimmt oder, besser gesagt, die Einsätze als mitspielender Bläser leitet. Die neun männlichen Musiker und eine weibliche Bläserin bringen entsprechend hoch ausgebildete Fähigkeiten mit und ein, in einer gelungenen Einheit aufzutreten und auch schwierige musikalische Passagen und Herausforderungen bestens zu meistern. Ausgewogen besetzt ist das Instrumentenpotenzial mit je vier Trompeten und Posaunen, dazu ein Horn und eine Tuba als abrundende Register. Der Posaunenchor Kleinsteinbach stellt mit Christian Künzler, Martin Elsässer, Tom Grebesich, Sebastian Künzler, Martin Schöner und Theo Seeger das Gros der Bläser. Hinzu gesellen sich vom Chor aus Singen Jürgen Beck, aus Grötzingen Martin Westphal, aus Mutschelbach Rouven Lörch, allesamt im Altersspektrum zwischen 30 und 50 sowie die Hornistin Laura Körfer aus Söllingen, die nicht nur mit ihrem Geschlecht, sondern auch mit ihren fünfzehn Jahren „aus dem Rahmen fällt“. Für das Musizieren und Singen (hier waren die Besucher bei drei Liedbeiträgen gefordert) hätte man sich keinen besseren Tag als „Kantate“ aussuchen können, freute sich Gemeindepfarrer, Dekan Paul Gromer in seiner Begrüßung. Mit Lesungen aus Psalmen und einem Text des Kabarettisten H.D. Hüsch setzten Gromer und Steffen Brenk verbindende Punkte zu den Programmteilen. Mit „Böhmisches Wintermärchen“ des 1976 in Marburg geborenen, als Kind mit dem Bundesmusikpreis ausgezeichneten und heute als Professor für Posaune in Weimar lehrenden Christian Sprenger setzte das Ensemble den Start. Vom in Kleinsteinbach durch viele Auftritte bekannten Kirchenmusikdirektor Rolf Schweizer stammt das Bläservorspiel und die moderne Fassung des Pilgerschaftsliedes „Jerusalem, du hoch gebaute Stadt“ aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Vier von sieben Strophen wurden intoniert und von der Gemeinde gesungen. Es folgte die Choralbearbeitung „Schönster Herr Jesu; Stern, auf den ich schaue“ vom 1951 geborenen Chris Woods, Professor in den USA. Hans Leo Haßlers Choral „Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“ aus dem Jahr 1569, wiederum als Gesangsstück mit Bläservorspiel, zeigte, wie auch schlichter Klang durch charaktervolle Bearbeitung bedeutsam werden kann. Dann zeigte das Bläserensemble sein „modernes“ Gesicht, beginnend mit dem größten Erfolg der US-amerikanischen Metal-Band Metallica, „Nothing else matters“, vom belgischen Komponisten für Blasmusik Frank Bernaerts arrangiert, über „I want it all“ der englischen Rockband Queen nach Brian Mays Arrangement, bis zu den „Pirates of the Caribbean“, wiederum in der Fassung von Bernaerts, und schließlich des vom mitmusizierenden Martin Westphal geschaffenen „Bright Day“. Bei der Queens-Melodie legten die Zuhörer ihre vorherige Applauszurückhaltung ab; das instrumentale Highlight ließ das Publikum das übliche Verhalten bei Kirchenkonzerten vergessen. Das bekannte Kirchenlied „Lobe den Herren, den mächtigen König“, durch eine Fantasie ergänzt, und die Vertonung des Psalm 18 nach Michael Junker rundeten eine bemerkenswerte Bläsermusikstunde ab. Zugaben waren das Dankeschön der Musiker für einen lang anhaltenden Schlussbeifall.

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz





Zurück