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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 08.05.13 , gültig bis Mi. 15.05.13

Kleinsteinbacher Schulaula durch Schüler in Projektwoche verschönert

Vielfältiges künstlerisches und handwerkliches Wirken

Projektwochen gehören an der Grundschule Kleinsteinbach zum allgemeinen Bildungsauftrag als Lehr- und Lernform, die loskommt von der vorwiegend theoretisch-intellektuellen Prägung der Bildung. Befasste man sich im letzten Jahr mit einem Waldprojekt, so stand in diesem eine Kunstprojektwoche auf dem Plan, die als oberstes Ziel die Verschönerung der Aula der Schule vorsah. Dabei galt es aber auch für die rund 60 Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Formen von „Kunst“ und „Handwerk“ in Kontakt zu kommen und zu praktizieren, in Kleingruppen klassen- und altersgruppenübergreifend kreativ und engagiert zu arbeiten und die Schulgemeinschaft über die Lehrerschaft und den Hausmeister hinaus durch die aktive Mitarbeit von Eltern und Kunsterziehern zu pflegen.

Diese großzügige Unterstützung hob Rektor Thomas Klee bei seiner Ansprache vor den Schülern, zahlreichen Eltern und anderen Gästen bei der Präsentation des Erarbeiteten besonders hervor. Ohne sie – vor allem die Künstlerin Annette Karrenbach aus Pforzheim, die an der Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis wirkt und viele Ideen einbrachte, und Martin Münzenmaier sowie Yasemin Albert von der Elternschaft, die Gruppen übernahmen – wäre die umfangreiche Arbeit nicht zu leisten gewesen, war er des Lobes voll und überreichte dafür auch Anerkennungspräsente. In seinen Dank bezog Klee auch einige Sponsoren aus dem Gewerbe- und Bankenbereich und den Förderverein der Schule mit ein.

Bürgermeisterin Nicola Bodner, Ortsvorsteherin Barbara Schaier und die Vorsitzende des Elternbeirates Elisabeth Roser bedankten sich für die Idee und die gelungene Umsetzung und waren angetan über die Aufwertung der Aula. „Wir singen vor Freude, das Fest beginnt; wir freuen uns, dass wir zusammen sind“, leiteten die Schüler unter Leitung und musikalischer Begleitung durch Lehrerin Dorothea Münzenmaier mit ihrem Projektlied gesanglich ein. Einen Eindruck über die Arbeit unter der Woche vermittelte eine Video- Präsentation, für die Michael Lukas das Geschehen festgehalten hatte. Die Schüler durften sich ihre Projekte aus sieben Gruppen aussuchen, wobei jeweils zwei besucht werden mussten. „Lesen macht stark“, als Logo der Schule seit einem Jahr verwendet, stand Pate für vielfältiges Wirken. So wurde eine Leseecke mit zwei Regalen, die zu einer Buchform zusammengebaut werden, in der Aula selbst aufgebaut. Sie kann künftig als Rückzugsecke bei Regenpausen oder durch Gruppen und individuell vielfach genutzt werden. Die Fächer sollen noch durch Schüler selbst mit Büchern bestückt werden. Für Sitzgelegenheiten haben die Schüler älteres Schulmobiliar abgeschliffen, mit Kunstharzlack mit unterschiedlichen Motiven bemalt und zusätzlich weitere gestalterische Elemente angebracht, um sie künstlerisch wirken zu lassen. Zusätzlich soll noch ein großer „Bücherwurm“ aus Stahlblech als Sitzmöglichkeit hinzukommen. Die Edelstahlschmiede Rosswag hat bereits ihre Zusage zur kostenlosen Herstellung gegeben.

Weitere Gruppen befassten sich mit der besseren Wirkung der hohen Raumhöhe der Aula und Ablenkung von der Betondecke. Hierzu wurden Bücherwürmer und Leseratten gebastelt und aufgehängt, dazu große Buchstaben aus Pappmaché hergestellt und bemalt und schließlich ältere Bücher zu Kunstobjekten wie Fächer oder Schmetterlinge verfremdet, die nun auch im Raum schweben. Einen neuen Anstrich erhielten auch die bisher grauen Betonsäulen in der Aula, es wurden schöne Muster aufgemalt. Eine Seitenwand wurde schließlich weiß gestrichen und alle Kinder durften ihren eigenen Händeabdruck in verschiedenen Farben auf der Fläche aufbringen. „In unserer Aula gefällt es uns jetzt viel besser“, war einer der zufriedenen Kommentare der Kinder nach ihrem künstlerischen Wirken.

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz





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