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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 02.05.13 , gültig bis Di. 07.05.13

Baum des Jahres 2013 ist der Wildapfel

Der Wildapfel (Malus sylvestris) ist Baum des Jahres 2013. Das haben die 21 Schüler der Klasse 5 der Schlossgartenschule Berghausen am internationalen Tag des Baumes bei einer Unterrichtsstunde der besonderen Art erfahren. Auf dem Betriebsgelände der Firma Marc Rehm hat ein Wildapfelbaum einen prädestinierten Platz erhalten. Dabei dient eine kleine Erdmulde für den 3,80 m hohen Jungbaum mit einem Stammumfang von 17 Zentimetern als vorübergehender Standort an der viel genutzten Verbindungsstraße zwischen Söllingen und Berghausen. Mit dem natürlichen Schaufenster wolle er seinen Beitrag zu einem lebendigen Kulturgut leisten und Passanten ins Bild setzen, sagt Marc Rehm. Der Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung lässt es aber damit nicht bewenden. Im November, zur besten Pflanzzeit, wird der Wildapfel im Walddistrikt 'Hopfenberg' an seinen endgültigen Platz bei der dort bereits begonnenen „Baum-des-Jahres-Allee“ kommen. Übereinstimmung darüber haben bereits der Pfinztaler Forstrevierleiter Matthias Köpf, die Vorsitzende der Ortsgruppe Berghausen der Naturfreunde Marianne Mehrer und Bürgermeisterin Nicola Bodner mit Marc Rehm erzielt.

Zumindest im verbleibenden Schuljahr will auch die Klasse 5 im Unterrichtsverbund MeNuK (Mensch Natur und Kultur) sich noch einiges an Wissen zum Wildapfel aneignen, sagt Pädagoge Stefan Brennfleck. Beim kleinen Unterricht rings um den Wildapfelbaum erfuhren die Schüler, dass es sich beim Baum des Jahres um eine zähe, empfindliche Schönheit handelt. Abgesehen vom Blütezeitraum handelt es sich eher um eine unscheinbare Baumart, deren Früchte sauer und bitter schmecken und daher roh nicht genießbar sind, sagte Matthias Köpf. Auch ist der Wildapfel, der Urapfel der heutigen Apfelsorten, eine fast vergessene sehr alte Baumart und stark gefährdet. Auf der Gemarkung Pfinztal sind Wildapfelbäume zumeist als Strauch vorhanden und immer mal wieder werden junge Bäume gepflanzt. Der Tag des Baumes soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und für die Wirtschaft im Bewusstsein halten, erklärt Bürgermeisterin Nicola Bodner. Mit Marc Rehm habe sich in Pfinztal jemand gefunden, der mit ehrenamtlichem Engagement Akzente setzt. Der Kauf der Pflanze zählt hier dazu, ebenso die spätherbstliche Pflanzaktion im Wald zusammen mit den Schülern sowie der Kinder- und Jugendgruppe der Naturfreunde, lobte das Gemeindeoberhaupt den Pioniergeist des Fachagrarwirts.





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