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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Menschen in/aus Pfinztal | Mitteilung vom Do. 18.04.13 , gültig bis Mi. 24.04.13

Menschen in Pfinztal: Hugo Rhein wurde 95 Jahre

Die Tugenden von Hugo Rhein sind der Fleiß und die Zielstrebigkeit. Der promovierte Wirtschaftswissenschafter nennt als gleichfalls wichtige Komponente seines Lebens das Ehrenamt. Vergangenen Sonntag, an seinem 95. Geburtstag, gab es dazu im Kreis von Familie, Freunden und Bekannten Gelegenheit, über all dies mit dem Jubilar zu sprechen - in seinem Heimatort Wiesensteig im Kreis Göppingen. Im vergangenen Jahr hat der Ehrensenator der Universität Karlsruhe die letzten seiner ehrenamtlichen Verpflichtungen beendet: 20 Jahre im Vorstand und Vorsitzender der Fördergemeinschaft Kunst Karlsruhe sowie Gründer der gemeinnützigen Hugo-Rhein-Stiftung für Studentenunterkünfte in Karlsruhe, wo in elf Jahren über eine Million Euro zusammengebracht wurden. Seit 1958 lebt der Schwabe mit seiner Familie in Berghausen, hat damals das erste Haus im Neubaugebiet „Auf der Höhe“ bezogen. Der Diplom-Kaufmann, der parallel zum Beruf promovierte, war es nämlich leid, stets von Berufswegen umherzuziehen, nicht zuletzt Frau und beider Kinder wegen. Beim damaligen Badenwerk in Karlsruhe fing er 1952 an, wurde 1965 Vorstandsmitglied für Finanzen und war von 1967 bis zum Ruhestand 1983 Vorstandssprecher.

Erstmals Kontakt mit dem Raum Karlsruhe hatte Hugo Rhein 1938, als er beim Arbeitsdienst tätig war und nach Hochstetten kam. Kurz zuvor hatte er sein Abitur nachgemacht, dem eine Verwaltungslehre beim Arbeitsamt in Göppingen vorausging. Er wollte Betriebswirtschaft studieren und deshalb auch noch schnell, wie er sagt, seine Soldatenzeit absolvieren. Daraus aber wurden sieben Jahre. Gleich mehrfach verwundet nutzte er zwei längere Lazarettaufenthalte in Prag, um mit dem Studium zu beginnen, das er dann nach Kriegsende in Mannheim abschloss. In der Stimme von Hugo Rhein ist auch noch heute der schwäbische Klang nicht zu überhören. Aber, gibt er unumwunden zu, Berghausen und Pfinztal seien ihm und seiner Familie Heimat geworden. Gerne erinnert er daran, sich in der Anfangszeit in Berghausen etwas eingemischt zu haben. So war er Vorsitzender beim katholischen Kirchbauverein, war mehrere Jahre Stiftungsrat der katholischen Kirche Grötzingen, zu der die Berghausener Katholiken gehörten. Auch seine fünf Jahre als kooptiertes Mitglied im Ausschuss für Finanzen und Verwaltung der damals noch selbstständigen Gemeinde Berghausen sind ihm noch in bester Erinnerung. Seine berufliche Stellung jedoch veranlasste Hugo Rhein, sein ehrenamtliches Wirken - soweit überhaupt möglich - auf die Fächerstadt zu begrenzen. Von 1976 bis 1983 war er Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe. Nun ist alles ruhiger geworden. Geblieben ist ihm die Arbeit im Hausgarten, einst ein erfreulicher Ausgleich. Eine Herzenssache sind ihm Ehefrau Hilde, Sohn, Tochter und seine vier Enkel, die mit dem Jubilar in seiner schwäbischen Heimat feierten.





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