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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 18.04.13 , gültig bis Mi. 24.04.13

„Freimachen – Säubern – Verbessern“ – Im Akazienwäldchen tut sich was

Für viel Aufregung sorgten in den vergangenen Wochen die in diesem Umfang nicht beabsichtigten Baumfällungen im Gebiet „Akazienwäldchen“ im Ortsteil Berghausen (wir berichteten). Mit der heutigen Information wollen wir über die weitere Entwicklung in dieser Sache unterrichten.

Zusätzlich zur unverzüglich in Auftrag gegebenen gutachterlichen Stellungnahme zur Einschätzung der Situation und deren Auswirkungen auf Natur und Umwelt wurde inzwischen auch eine „Konzeption zur Neugestaltung und Bereinigung“ von dem beauftragten Büro für Landschaftsarchitektur erarbeitet. Die Maßnahmenvorschläge des Gutachters folgen dem Prinzip „Freimachen – Säubern – Verbessern“ und wurden im Rahmen einer ausführlichen Besprechung mit allen Beteiligten abgestimmt. Unter dem Schlagwort „Verbessern“ wurden – nach den Vorgaben des Gutachters – verschiedene Pflanzen bestellt, die in den nächsten Wochen gepflanzt werden sollen. Zuvor muss allerdings der Bereich großflächig von Müll, Bauschuttresten, Astabschnitten, Zweigen und Rindenstücken befreit werden. Weiterhin ist vor Beginn der Pflanzarbeiten die eigentliche Baugrube freizumachen, d. h. vollständig zu roden. Um sicherzustellen, dass eine Rodung ausschließlich im Bereich der Baufläche erfolgt, wird diese nun kurzfristig im Gebiet kenntlich gemacht (rote Absteckung). Keine Rodung aufgrund der drohenden Gefahr durch Erosionen erfolgt im südwestlichen Hangbereich (Feuerwehrzufahrt bzw. Tiefgarageneinfahrt). Ebenfalls abgesteckt (grün) wird auch der Standort der geplanten Benjes-Hecke. Die im Gebiet vorhandenen Ablagerungen aus Baumstubben, zersplitterten Stammstücken und starken Stammabschnitten sollen aufgeschichtet die Grundlage für diese Benjes-Hecke bilden. In den Zwischenräumen der Hecke können sich eingebrachte Gehölzsamen oder Nüsse zu jungen Bäumen oder Sträuchern entwickeln; außerdem dient die Hecke heimischen Tierarten als Deckung, Nist- und Nahrungsraum. Nach Fertigstellung der Benjes-Hecke ist – insbesondere zum Schutz des rückwärtigen Bereichs – die Wiederherstellung der Zaunanlage bzw. des Tors zum Steinbruchbereich vorgesehen.

Zwischenzeitlich wurden in dem rückwärtigen Bereich auch die im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens geforderten Nistkästen für Vögel und Fledermäuse mit fachkundiger Unterstützung angebracht. Sie sollen den Tieren Ersatzquartiere bzw. Brutmöglichkeiten bieten. Ob und in welchem Maße diese frequentiert werden – darüber wird der beauftragte Gutachter im Rahmen seines Monitoringauftrages (längerfristige „Überwachung“ des Zustandes von Natur und Gebiet) sicherlich berichten können.

Wir möchten die Anwohner und Anwohnerinnen im Gebiet bereits jetzt um Verständnis bitten, falls es im Hinblick auf die anstehenden Rodungsarbeiten zu Beeinträchtigungen kommen sollte. Wir sind bemüht, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben im Bereich des Akazienwäldchens fand sich in den Osterferien eine Kinderschar mit bunten Transparenten bei Bürgermeisterin Bodner ein. Das einstimmige Anliegen der jungen Einwohner/innen war deutlich: „Wir wollen unseren Bolzer wieder!“. Die Bürgermeisterin lobte deren Engagement und Einsatzbereitschaft und versprach, sich dem Anliegen anzunehmen und gemeinsam mit Politik und Verwaltung Überlegungen in Bezug auf einen Ersatzstandort anzustellen.





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