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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 14.03.13 , gültig bis Mi. 20.03.13

Kunst im Rathaus: Wilfried Temp

Die Malsprache von Wilfried Temp drückt sich gleichermaßen in abstrakten wie auch in realistischen Arbeiten aus. Sein Ansinnen ist es, ein Vertreter zwischen informeller und Gegenwartskunst zu sein. Darüber hinaus möchte der 62-Jährige mit seinen Werken Denkanstöße geben. Zum Zyklus „Kunst im Rathaus“ der Gemeinde Pfinztal leistet der seit zehn Jahren in Linkenheim lebende und arbeitende Künstler seinen Beitrag unter der Überschrift „Gedanken in Farbe“.

Geboren, aufgewachsen und gelebt in Monheim am Rhein war für Wilfried Temp die Richtung vorbestimmt. Das Malen begann in der Schule, er wurde gefördert, erlernte den Beruf zum Schaufenstergestalter und bildete sich mit einer Zusatzausbildung zum Plakatmaler fort. Kurse in freiem Malen und in der Fotografie an der Universität Düsseldorf bewirkten, dass der junge Mann aus der Kleinbürgerlichkeit ausbüchste und in der Welt der Kunst landete. Mittlerweile im Ruhestand, ist die Malerei zum ersten Beruf geworden, lässt er wissen.

Ölmalerei ist dabei der Favorit, aber auch in Acryl und Aquarell wird stetig probiert im Atelier in Linkenheim. Ist Wilfried Temp unterwegs, hat er immer einen Skizzenblock dabei. Malen beschäftigt mich ständig, verrät er. Geht es dann mit verschiedensten Handwerkszeugen wie Pinsel, Spachtel, Schwamm oder Tuch daran, die Eindrücke aus seiner Sicht der Dinge auf Leinwand, Spanplatten oder anderen Unterlagen zu realisieren, geschieht das mit kräftigen Farben. Sie sollen seine Gedanken ausdrücken und abgrenzen. Es entstehen Rundungen, ebenso starre Teile, überzogen mit teils vielen Farbaspekten. Wilfried Temp bewertet diese Kenntlichmachung als typisch für sein Verständnis von Malerei. Im Rathaus in Söllingen sind Titel wie beispielsweise „Quader“, „Die Tiefe“, „Kreislauf“, „Strömung“, „Gegenlicht“ oder „Gegensatz“ zu sehen. Dem gegenüber machen „Bambus“, „Regenbogen“, „Strandgut“ und besonders eindrücklich „Wolf“, dargestellt als liebes Herdentier, auf sich aufmerksam.

Wilfried Temp hat bereits zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen hinter sich. Wichtig ist ihm dabei zu bewirken, dass seine Malereien in den Kopf des Beobachters gehen. Deshalb ist er sich sicher: „Wenn dann dem Betrachter etwas auffällt, habe er die Sprache des Künstlers erkannt und versteht sie.“

Alltag und Umwelt geben bei der Motivwahl die Richtung vor. Gerade ist er an zwei Arbeiten, die „Suchtgefahren“ sowie „Verquickungen des Lebens“ zum Inhalt haben, mit denen Wilfried Temp seine Intension, mit Farbe und Formen zu verblüffen, fortsetzen möchte.

Die 25 Malereien der Ausstellung „Gedanken in Farbe“ sind jüngeren Datums. Jeden Donnerstagnachmittag ist der Wahl-Linkenheimer im Rathaus in Söllingen vor Ort und steht Rede und Antwort.

Die Ausstellung „Gedanken in Farbe“ im Rathaus in Söllingen, Hauptstraße 70 ist bis zum 30. April zu sehen. Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag von 7 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr; Dienstag, Mittwoch, Freitag jeweils von 7 bis 12 Uhr.





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