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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 07.03.13 , gültig bis Mi. 13.03.13

Neues Katastrophenschutzfahrzeug dem Roten Kreuz Söllingen übergeben

Bund investiert über 150.000 € / DRK-Ortsverein in Ansprachen gewürdigt

Ein Festtag für den Rotkreuz-Ortsverein Söllingen mit seinen Bereitschaften Kleinsteinbach und Söllingen: In Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Verwaltung, verschiedener Ebenen des Deutschen Roten Kreuzes und weiterer Organisationen und Institutionen des Bevölkerungssschutzes wurde dem DRK-Ortsverein ein neues Einsatzfahrzeug vom Typ Gerätewagen Sanität (GW-San) feierlich übergeben und auch geweiht. Insgesamt 154.000 € bringt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dafür auf, um die lokale, regionale und überregionale Absicherung der Bevölkerung im Katastrophenfall abzusichern und zu verbessern. DRK-Ortsvereinsvorsitzender Günter Maag skizzierte in der Kleinsteinbacher Hagwaldhalle die Vorgeschichte der nunmehr erfolgten Aufwertung der DRK-Arbeit. Schon 1992 berieten die Verantwortlichen im DRK in Pfinztal, wie die vorhandenen Kräfte der Sanitätsbereitschaften gebündelt werden könnten, um bei größeren Schadenslagen gezielter und effektiver handeln zu können. Aus diesen Überlegungen heraus wurde dann von den Ortsvereinen Berghausen und Söllingen die Schnelleinsatzgruppe Pfinztal gegründet, um die Ressourcen und Synergieeffekte im Personal- und Materialeinsatz nutzen zu können. Die vorhandenen Einsatzfahrzeuge wurden sinnvoll bestückt und vom Katastrophenschutz zwei Fahrzeuge zusätzlich in Pfinztal stationiert. Beim Katastrophenschutz wurde Pfinztal der Einsatzeinheit Bruchsal angegliedert. Auch überregionale Einsätze, wie zum Beispiel beim Jahrhunderthochwasser 2002 in Bitterfeld, wurden mit den vorhandenen Fahrzeugen gut bewältigt. Durch die Neugliederung des Katastrophenschutzes innerhalb der Bundesländer wurde die Pfinztaler Einrichtung der 5. Einsatzeinheit des Landkreises Karlsruhe (Einheit Ost) zugeschlagen. Hier stellten die Pfinztaler das in jeder Einheit notwendige Modul Gerätewagen-Sanität. Die Bewerbung für ein neues Fahrzeug des Landes sei leider nicht erfolgreich, umso erfreulicher dann aber die Zusage für ein solches Fahrzeug durch den Bund im November letzten Jahres gewesen. G. Maag wertet die Berücksichtigung als Dank und Wertschätzung der geleisteten Arbeit in den letzten Jahren, verbunden allerdings mit der Verpflichtung zu hoher Verantwortung im Personal- und Materialbereich. Schulung und Weiterbildung der eingesetzten Helfer werde einen noch größeren Stellenwert erhalten, damit das neue Fahrzeug jederzeit einsatzbereit ist und benötigte Hilfe möglich macht. Maag drückte aber auch seine Sorge um weitere Rekrutierung von DRK-Nachwuchs aus. Das Fehlen von bisher vom Wehrdienst freigestellten Helfern könne in absehbarer Zeit zu größeren Personalproblemen führen. Eine „Belohnung“ in irgendeiner Form für junge Menschen, die sich für den DRK-Dienst opfern, sei zu überdenken.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn-Lengsdorf, Christoph Unger, stellte in einem ausführlichen Vortrag seine Bundesbehörde vor. 2004 wurde das BBK nach neuen Bedrohungslagen wie dem 11. September 2001 gegründet, um die Zweiteilung der Zuständigkeit bei Notlagen zwischen Bund und Ländern zu beenden. Die neue Strategie sehe ein gemeinsames Krisenmanagement bei Gefahren- und Schadenslagen vor. Die Wahrnehmung des Katastrophenschutzes durch die Länder hat der Bund ergänzt. Die neu geschaffene Medizinische Task Force wurde für den Massenanfall Verletzter oder Erkrankter geschaffen und dafür werden bundes-weit flächendeckend der Hilfsorganisation insgesamt 61 solche Fahrzeuge seit 2002 zur Verfügung gestellt. Das BBK zahle auch für die Unterbringung des mit 3,3 Tonnen Nutzlast ausgestatteten Fahrzeugs, für Reparaturen und die Ausbildung der Einsatzkräfte.

In Vertretung des Landrates beglückwünschte der Abteilungsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt, Thomas Hauck, das DRK für die Aufwertung seiner Arbeit. Trotz aller Hightech komme dem Personal entscheidende Bedeutung zu. Er verwies ferner auf die gute Zusammenarbeit des DRK mit den Feuerwehren. Den hohen Wert des DRK würdigte auch Bürgermeisterin Nicola Bodner, die besonders das großartige ehren-amtliche Engagement herausstellte, das die Unterstützung der Kommune verdient habe.

Für den DRK-Landesverband gratulierte Abteilungsleiter Michael Uibel. Das örtliche DRK könne durch das neue Fahrzeug stolz sein, Teil der Medizinischen Task Force zu sein. Der stellvertretende Kreisvorsitzende des DRK, Heribert Rech, früherer Innenminister des Landes, drückte ebenfalls für den Kreisverband Anerkennung für den selbstlosen Einsatz des DRK aus.

Die beiden Vertreter der christlichen Kirchen, Dekan Paul Gromer und Pastoralreferent Thomas Trzebitzky, baten um Gottes Segen für das neue Fahrzeug und das Einsatzpersonal und weihten das neue Fahrzeug.

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz





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