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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 28.02.13 , gültig bis Mi. 06.03.13

Gesucht werden: 500 Jahre alte Holzskulpturen der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer Wöschbach

Die Suche nach den verschwundenen Holzskulpturen beschäftigt das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, das Badische Landesmuseum Karlsruhe und das Ordinariat der Erzdiözese Freiburg.

Alle Skulpturen sind aus Lindenholz gefertigt. Die Heilige Barbara und die Heilige Katharina mit Krone, haben eine Größe von je 81 Zentimeter, zehn Zentimeter größer ist die Madonna im Strahlenkranz.

Diese bedeutenden und wertvollen Ausstattungsgegenstände gehörten zu einem Altarschrein und sind verschwunden.

Das Aufspüren dieser drei wertvollen Holzfiguren beschäftigt auch Adam Hahn und Norbert Weis. Die beiden haben Jahrzehnte „ihrer“ Pfarrgemeinde Sankt Johannes der Täufer als Pfarrgemeinderat treue Dienste geleistet. Diese Verbundenheit und Hilfsbereitschaft besteht bis heute. Beider Fokus liegt aktuell darin zu erfahren, wo die Heilige Barbara, die Madonna mit Strahlenkranz und die Heilige Katharina abgeblieben sind. Bis Anfang der 1960er-Jahre hatten diese ihren Platz in der Kirche in der Ortsmitte. Im Zuge der damaligen Innenrenovierung und Umgestaltung sind die nachweislich 500 Jahre alten Pretiosen verschwunden.

Erste Nachforschungen gab es 1988, im Vorfeld zu „125 Jahre Pfarrei Wöschbach“, erinnert sich Norbert Weis. Die Fortsetzung der Suche ein Jahr später beim Verfassen des Buches „700 Jahre Wöschbach“. Jeweils ergebnislos. Der heute 70-Jährige kann sich noch genau erinnern, als Jugendlicher die drei Figuren in der Kirche gesehen zu haben. Von einem hohen kunsthistorischen Wert, der abhanden gekommen ist, spricht der 74-jährige Adam Hahn.

Beide sind sich einig, nichts unversucht zu lassen, um in diesem Spezialfall zumindest Licht ins Dunkel zu bringen. Die Korrespondenz füllt inzwischen einen Aktenordner. Dank der Aufzeichnungen einer 1905 vom Großherzog beauftragten historischen Kommission liegen detaillierte Angaben, auch zur Ausstattung der Kirche in Wöschbach, vor. So sind alle Figuren aus Lindenholz. Die Heilige Barbara wie auch die Heilige Katharina mit Krone haben jeweils eine Größe von 81 Zentimeter, zehn Zentimeter größer ist die Madonna im Strahlenkranz. Allen drei Figuren gehörten zu einem Altarschrein. Auch wurden im Zuge dieser Bestandsaufnahme alle Gegenstände fotografiert.

Weder Adam Hahn noch Norbert Weis geben sich Illusionen hin. Sie verweisen darauf, dass die Figuren in späterer Zeit noch zweimal erwähnt wurden: 1937 in einem Verzeichnis der Kulturdenkmäler der Region Karlsruhe-Land und 20 Jahre danach in einem Visitationsbericht. Mit der Innenrenovierung des Gotteshauses 1962 jedoch verliert sich deren Spur.

Ende vergangenen Jahres hat die Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg unter dem Stichwort „Initiativen und Projekte“ das Vorhaben aus Wöschbach vorgestellt. Die Resonanz war mager, gesteht Norbert Weis. Er selbst hat schon viel investiert in das Auffinden des Figuren-Trios. Derzeit verfolge er eine Spur, die in das nordwestliche Europa führt, verrät er. Was bleibt, ist die Hoffnung. Wenn dann noch 2013 ein Ergebnis zustände käme, wäre das besonders schön. Grund, die Pfarrgemeinde Wöschbach begeht ihr 150-jähriges Bestehen.

Hinweise nimmt Norbert Weis, Ringstraße 14, 76327 Pfinztal; Telefon 07240 7329, gerne entgegen.





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