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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 22.11.12 , gültig bis Mi. 28.11.12

Patriotischer Badener mit Ziegenbärtle im Bürgerhaus

Jörg Kräuter serviert gekonnt sein Programm „WortakroBadisch“

„Der patriotische Glaube der Badener ist fundamental. Der geht soweit, dass manche sich das badische Wappen auf den Ranzen malen.“ behauptet jedenfalls Jörg Kräuter. Dessen Markenzeichen ist sein Kabarettprogramm zum Thema „Baden“.

In seiner Reihe „Der König von Baden“ hat er nun den siebten Streich folgen lassen und im Bürgerhaus präsentiert. Mit dem Titel „WortakroBadisch“ ist ein 90-Minuten-Mix aus Fantasie und Realität überschrieben. Der aus dem mittelbadischen Bühl stammende Kabarettist gab sein inzwischen drittes Gastspiel in Pfinztal.

Seit über 30 Jahren ist Jörg Kräuter im Geschäft und weiß, dass ohne Neugier beim Publikum nichts geht. Der „Jörg-Dampf in allen Gassen“ ist mit dem Markenzeichen behaftet, sieben Pointen auf einen Streich zu bringen. Dies in Anlehnung an das tapferere Kräuterlein, wie er auch genannt wird. Die Selbstkarikatur als spitzfindiger Zeitgenosse mit Ziegenbärtle, dem nur noch die Hörner fehlen, kommt der Wahrheit sehr nahe. Eigentlich hätte Jörg Kräuter per Stadtbahn mit nur einem Umstieg von Zuhause aus Söllingen erreichen können. Seine unentbehrlichen Mitbringsel, wie Ziehharmonika und Gitarre, Auftrittskleidung, jedoch ohne gutes Tröpfchen seiner Heimatregion, verhinderten dies. Im Bürgerhaus ist von Anbeginn an die Stimmung oben.

Überhaupt habe sich der Badener vor nunmehr 60 Jahren in eine nicht wieder gut zu machende Abhängigkeit begeben, erklärt Kräuter seinem Publikum. Das darf auch mitsingen, als dem „Dreppler“ als kein unbekanntes Krankheitsbild gehuldigt wurde. Pfinztal hat vier Ortsteile und im Kabarett erkenne man, ob die aus Berghausen, Kleinsteinbach, Söllingen oder Wöschbach kommen. Jedenfalls behauptet dies einer, der landauf und landab diesbezüglich seine Erfahrungen gemacht. Großen Wert legte der „König von Baden“ auf die Feststellung „Ich erfinde nichts, ich erzähle nur das, was ich gehört habe“ und macht in seinem Programm alltägliches zur Grundlage. Kräuter beäugt Gesichtsbiotope und lebende Latzhosen. Ein Trend, wie er hinzufügt, der in Pfinztal noch nicht angekommen ist. Und überhaupt gelte für die Pfinztaler, entspannt zu bleiben, alles abprallen zu lassen und barrierefrei zu denken.

Bevor der Vorhang fällt und alle heimwärts marschieren stellte der letzte Song: „Wir wollen noch mehr“ zugleich eine Aufforderung für den Künstler für eine Zugabe dar, die dieser angesichts des „ssubber“ Publikums gerne erfüllte.





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