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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 08.11.12 , gültig bis Mi. 14.11.12

Festival „Rock am Stock“ für Senioren

Jutta Lindner gastiert mit ihrem Programm „Turne bis zur Urne“ im Bürgerhaus

Eloise Lackmeier ist halb so alt wie ihre Oma Frieda, geschrieben F.R.I.E.D.A., was den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen Friederike, Renate, Ilse, Elisabeth, Dorothea und Antonia entspricht. Oma ist mit 89 Jahren lebenslustig, sagt Eloise Lackmeier, alias Jutta Lindner. Sie ist mit dem musikalischen Kabarett „Turne bis zur Urne“ im deutschsprachigen Raum unterwegs. Gewidmet ist die Show Oma Frieda, deren Motto lautet:„Man muss den jungen Leuten in der heutigen schwierigen Zeit doch irgendwie helfen“.  Im Bürgerhaus in Söllingen, das beim Premierengastspiel von Jutta Lindner in Pfinztal „ausverkauft“ meldet, sind die Erwartungen groß. Seit 25 Jahren steht das Energiebündel aus dem Saarland auf der Bühne. Seit fünf Jahren ist das Multitalent als Autorin, Comedian, Kabarettistin und Karikaturistin dabei, explizit den Bekanntheitsgrad von Nachtschwester Eloise Lackmeier zu mehren. Mit dem neuesten Programm aber lässt die Verwandlungskünstlerin ihrer Oma mit einem „Frieda-Special Comedy-Kabarett“ den Vortritt. 80 Minuten dauert der Abriss, der bietet, was Oma Frieda auszeichnet: Humor, Spaß und Optimismus. Keinesfalls fehlen kritische, bissige, liebenswürdige und versöhnliche Sequenzen. Schließlich hat die im neunzigsten Lebensjahr stehende F.R.I.E.D. A. viel erlebt.

Im Saarland gibt es den Seniorenclub „Fidele Rosinen“. Wo genau, ist unbekannt, dafür aber ist Frieda der Dreh- und Angelpunkt der Einrichtung, wie sie mit Inbrunst behauptet. Aus dieser schier unerschöpflichen Kreativität heraus wird die jung gebliebene Alte zur DJane bei den 80-plus-Parties und legt die besten Hits der dreißiger Jahre auf. Kostproben in Söllingen waren selbstverständlich. Eine feste Größe an der Saar ist das Festival „Rock am Stock“ dessen Organisatorin, man höre und staune, Frieda heißt. Nicht still steht die Plappergosch. Aufs Tapet kommen Paul, der Siamkater, und Ehemann Herbert aus dem Jenseits, mit dem sie Krach genug im Diesseits verbindet. Jutta Lindner bemüht sich eines hochdeutschen Saarländisch, damit alle sie verstehen. Sie lässt leichte Kost und schicke Sachen vom Stapel. Den Jungsenioren im Bürgerhaus macht sie Hoffnung: „Früh übt sich“ heißt ihre Parole. Für Frieda ist Sport wie früher Favorit, gegen Wehwehchen und Tabletten im Alter heißt ihre Empfehlung „Ich will lieber Schokolade, als noch einmal einen Mann“. Vorsorgegutscheine als Geschenkgutscheine runden die Gesundheits-Prophylaxe ab. Das Alphatier geht auf Distanz zu modernem Sportkram und bläst stattdessen mit dem Mundhobel die Nationalhymne des Seniorenclubs. Vor Sendeschluss gibt es noch die Sprechgesang-Nummer „So schön, schön war die Zeit“, das Publikum klatscht rhythmisch dazu. Die F.R.I.E.D.A-Tour und das geht im Schlussapplaus beinahe unter, soll zeigen: „Frau hat immer noch Biss“ - und dient zugleich der Rentenaufbesserung.





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