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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 25.10.12 , gültig bis Di. 30.10.12

Offene Ateliers in Pfinztal

14 Künstler an acht Adressen gewähren Einblick

Das Miteinander der Künstler in Pfinztal ist bemerkenswert und währt seit 16 Jahren. Zum Ausdruck gebracht wird dies mit „Tagen der offenen Ateliers“ an acht verschiedenen Adressen, drei in Berghausen und fünf in Söllingen. Seit sechs Jahren hat diese ungewöhnliche Gemeinschaftsaktion einen Platz im mehrere Wochen andauernden Programm der „Pfinztaler Kunsttage“ eingenommen. Zahlreiche Interessierte kamen zu den einzelnen Stätten, um sich darüber zu informieren, was bei den 14 Künstlern in Sachen Kunst in Pfinztal geschieht. Es bot sich ein Querschnitt an Kreativität in einem Spektrum von Aphorismen, Bildern, Collagen, Fotografie, Grafik, Malerei, Plastik, Skulpturen, Texten und Video. Mit Gitarrenmusik begleitete Joselo Gonzàles die beiden Tage der offenen Ateliers und gab in jedem Atelier in Ständchen. Eine Adresse davon ist die Sommerstraße 17 in Berghausen. Klara Morgenstern, die Lehrerin für Betriebs- und Volkswirtschaft, betrachtet ihr Hobby „Kreativität mit Geist und Seele“ als sehr befreiend. Auf dem Grundstück wurde das bisherige Wirtschaftsgebäude zu einer Kreativoase mit Außenbereich umgestaltet. Mit „Unverhofft kommt oft“ beschreibt sie ihre Vorgehensweise. Eigentlich mache ich alles, fügt sie hinzu und zeigt und erklärt den Besuchern Selbiges. Dann entstehen große Fotoprints, Malereien, Skulpturen, Bücher werden bebildert, Geschichten geschrieben und Postkarten zum Thema Märchen gestaltet. Die Mission „Ich mache das, wozu ich Lust habe“, möchte die gebürtige Villingerin, die seit acht Jahren in Berghausen lebt und seit vier Jahren zum Pfinztaler Künstlerzirkel zählt, als Mission verstanden wissen. Ausgeprägt ist ihre skulpturelle Beziehung zum Thema „Außerirdische Verbindung“. Beispielweise Schutzengel in vielen Formen, eine Seelensteinskulptur aus Holz, Metall und Ton sowie ein „Schamanischer Rat“, dazu weitere interessante Figuren aus schwarzem Ton entstehen. Im künstlerischen Wirken von Klara Morgenstern entwickelt sich alles weiter. Sie nennt es eine künstlerische Explosion. Als systemische Therapeutin ist sie ebenso tätig und sie fördert Jungkünstler.

Im Vorgarten wurde der Unterstellplatz für die Fahrräder eigens zu den offenen Ateliers in ein Jungkünstleratelier verwandelt. Hier zeigen Friedrich (acht Jahre), Karl (zehn) und Nela (sieben) ihre Kunstwerke, die mit Farbstift, Holz, Ton und Wasserfarben entstanden sind. Zu sehen sind Malereien mit freien Fantasiemustern, Glücksschweine und sonstige Tiere sowie Smilies. Im Unterschied zu allen anderen Ateliers, die freien Eintritt gewähren, haben Friedrich, Karl und Nela zehn Cent Obolus festgelegt, damit man sich im Jungkünstleratelier umsehen darf. Die Intention von Klara Morgenstern heißt „Kinderkunst in Pfinztal ausweiten“. Ein weitsichtiger Blickwinkel, attestieren die Besucher, die in der Sommerstraße 17 vorbeischauten. Für Friedrich, Karl und Nela jedenfalls war ihre erstmalige Teilnahme an den „Offenen Ateliers in Pfinztal“ eine Riesenmotivation, wie Klara Morgenstern bemerkt und die Jungkünstler freudestrahlend übereinstimmend zunicken. Zudem hoffen sie auf weitere Mitmacher.

Text und Foto: Gemeinde





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