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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 11.10.12 , gültig bis Mi. 17.10.12

Madeleine Sauveur und Clemens Maria Kitschen mit Musikkabarett in Pfinztal

Vom Alltag und von kleinen Lügen

Es muss ein Urahn aus Frankreich gewesen sein, der den Familiennamen Sauveur nach Deutschland brachte. Was geblieben ist, bei Madeleine Sauveur, ist der französische Name, denn sie ist gebürtige Niedersächsin und von Beruf Kabarettistin und Sängerin. Zusammen mit Clemens Maria Kitschen, ein am Niederrhein geborener Musiker und Komponist, bereist das Duo Deutschland und die Schweiz. Zum wiederholten Male machten sie in Pfinztal Station. Die inzwischen 15-jährige künstlerische Zusammenarbeit des Paares hat ein Dutzend Programme entstehen lassen. „Ich komme selten allein“ heißt das neueste Musikkabarett, in der Regie von Ulrich Michael Heissig. Im voll besetzten Bürgerhaus starteten Sauveur und Kitschen das Kulturprogramm in Pfinztal für das Winterhalbjahr.

Im Bürgerhaus fühlen sich Madeleine Sauveur und Clemens Maria Kitschen angenommen. Fit in allen Belangen wirkt ihre Show. Die Persönlichkeit der Künstlerin machen zehn verschiedene Typen aus, behauptet ihr Pianist, der als vielseitige Kapelle im Titel Berücksichtigung findet. Erzählt und besungen werden viele Begebenheiten des Alltags, auch kleine Lügen. Letztere, sagt die in der Kurpfalz sesshaft gewordene Künstlerin, seien wie kleine Schiffchen im Wind, die man locker in der Wahrheit unterbringt. Beispiel: Ihren letzten runden Geburtstag hat sie ignoriert, nicht aber ihre Bekannten. Was dann daraus wurde, erfahren die Besucher. Dazu Vieles andere mehr, wie etwa vom Ende des Sommers und der Badesaison. Mit Gummiente um den Bauch sowie Schwimmflügel für ihre verlässliche männliche Stütze, kommt Freude auf. Überhaupt gestaltet sich das Programm zu einem prickelnden Abend. Kabarett kann auch traurig sein, wie man erlebt. Etwa wenn Madeleine Sauveur ihrer Vergesslichkeit wegen den roten Faden verliert. Alles ist bestens gespielt auf der Minibühne im Pfinztaler Kleinkunsttempel. Ein Lied erzählt vom guten Deutschland mit viel Kulanz und Toleranz. Zur Gaudi wird die Einlage von „Clemi und Lena“ als Alpen-Duo, das von Löchern in jeglicher Form singt, und das bei der Variante „Ein Loch ist im Bewusstsein“ den Saal zum Gesamtchor aufruft.

„Clemens Maria Kitschen ist für mich Begleiter, Solist und Kapelle in Personalunion, dazu Hausmann im privaten Bereich“, lässt Madeleine voll des Lobes wissen. Ehrlich ist auch Clemens: „Madeleine ist meine Diva, hat aber eine grenzwertig miese Seite und kaschiert diese mit pechschwarzem Charakter“. Innig auf leichte Distanz aneinander geschmiegt bleibt die Frage „Unsere schönste Nacht, wann ist die gewesen?“, eine Antwort schuldig. Grund: „Sie war noch nicht!“ Kitschen und Sauveur nehmen jeden gemeinsamen Tag wie ein Fest und stoßen an auf die, die Solches noch vor sich haben. Im Bürgerhaus mitsamt einer „super netten Meute“ (O-Ton des Künstlerpaars) ist es das Tüpfelchen auf dem „I“.

Text und Foto: Gemeinde





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