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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Ferienprogramm | Mitteilung vom Do. 23.08.12 , gültig bis Mi. 29.08.12

Musizieren auf selbst gebastelten Instrumenten

Aus dem Vereinsraum des Musikverein Söllingen (MVS) dringen zunächst nicht die gewohnten Töne nach draußen in Richtung Rathausplatz. Stattdessen sind es die Geräusche von Hammer, Säge und anderer Werkzeuge. Befristet ist die Übungsstätte für Blasmusik zur Werkstatt für Instrumentenbau geworden. Die Sechs- bis Zehnjährigen, die munter bei der Arbeit sind, werden beim Workshop „Musizieren auf selbst gebastelten Instrumenten“ von Nina Anton, Reinhold Martinkowitsch, Sonja Roßwag und Bettina Zilly angeleitet. Der Traditionsverein ist mit der erstmaligen Teilnahme beim Pfinztaler Ferienprogramm seinem bewährten Wahlspruch „Man sollte was tun“ gefolgt. Fabriziert werden sollen Gitarre, Horn, Panflöte und ein Schellenkranz. Die verwendeten Materialien sind Kunststoff-Leerrohre und buntes Tonpapier, das zu Trichtern geformt wird für das Horn. Ein originales Posthorn von 1866 dient als Vorlage. Beim Bau der Gitarre ist ein Holzbrett die Basis, dazu kommen acht Metallstifte, vier Nylonfäden sowie ein leerer Joghurtbecher für den Resonanzboden. Hammer, Heißklebestift, Schraubendreher, Feile, Bleistift, Säge und Schere machen bei Christian, Julian, Jonas, Lennart, Marcel, Marvin, Niklas, Sina und Svenja eifrig die Runde. Selbst Nesthäkchen Lena mit ihren 18 Monaten mischt mit. Für den Korpus der Anden-Panflöte finden verschieden lange Kunststoffrohre Verwendung. Mit verschieden farbigen Wollfäden umwickelt, wird das Instrument schließlich dekoriert. Der Schellenkranz gelingt dank der Zutaten von einem Stück Rundholz als Griff, einer beidseitig daran befestigte Drahtschlaufe, auf der 20 Kronkorken aufgefädelt wurden. Der Bau des Instrumenten-Quartetts gelingt gut, erste Tonversuche ebenfalls. Als dann beim Zusammenspiel der Neun mit dem Kinder-Evergreen „Hänschen klein“ eine erkennbare Melodie zustande kommt, wird man mutig, so dass auf dem Rathausplatz ein kleines Ständchen folgen kann.

Text und Foto: Emil Ehrler





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