Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 09.08.12 , gültig bis Mi. 15.08.12

Peter Hakenjos führte durch den Skulpturenweg Pfinztal

Kunst setzt sich mit großen Leidenschaften auseinander, weshalb man sich dieser nicht respektlos nähern sollte, steckt doch viel mehr Arbeit dahinter, als man für gewöhnlich denkt. Die Fülle der erhaltenen Aspekte beim Rundgang auf dem Skulpturenweg ließe sich beliebig fortsetzen. Die Gemeinde Pfinztal kann seit dem Jahr 2001 diese „Galerie unter freiem Himmel“ vorweisen. In Kleinsteinbach verläuft der Pfad entlang des Bocksbachs im bebauten Ortsetter. Insgesamt sind 19 Exponate vorhanden. Bei einer Tour mit Kunstliebhabern stellte Peter Hakenjos, ein Mitglied der Skulpturenweg Initiative Pfinztal (SWIP), den kunstbestückten Weg am Wasserlauf vor. Initiiert hatte die Gemeinde das Vorhaben. Sie wirbt bekanntlich mit dem Slogan „Pfinztal ist Natur“. Die Gesamtfläche von 3.106 Hektar, davon 85 Prozent Naturfläche, sollen Lust machen auf spannende Entdeckungen. So jedenfalls beabsichtigt es ein Veranstaltungsprogramm mit geführten Wanderungen. Mit Hilfe bürgerschaftlichem Engagements soll der Versuch in die Tat umgesetzt werden, ein erstes Programm wurde zusammengestellt. Zeitraum ist das Sommerhalbjahr. Mit einer „Gewannwegewanderung in Söllingen“ Mitte Juni ging es los.

Eine erfreuliche Zahl an Teilnehmern wollte sich die Bestückung des Skulpturenwegs zeigen und erklären lassen. Peter Hakenjos ist profunder Kenner des Kunstgeschehens im Allgemeinen und als Kleinsteinbacher sowie Hobbykünstler auch im Besonderen. Was auffiel, war die Unterschiedlichkeit der Gegenstände allein bei den verwendeten Materialien. Da reichte das Spektrum von Eisen, Faserbeton, Holz, Keramik über Recycling-Stoffe, Sandstein, Schwarzblech bis hin zu Travertin. Auch die Titel, wenn nicht gerade namenlos, drücken mit „Ewigkeit“, „Grenzen“, „Kommunikation“, „Micropolis“ oder „Wachstum“ Empfindungen aus, die Wahrnehmung und Wirklichkeit bisweilen spalten. Es gelte daher, die Interpretation der eigenen Gedanken in den Vordergrund zu stellen, empfiehlt Peter Hakenjos. Die Skulptur „Hockender“ beim Rokycany-Platz suggeriert sich als unangenehmer Zeitgenosse, jedenfalls nach Meinung einiger. Bei der Exkursion heißt es auch, die Sprache des Künstlers zu lernen. Der Betrachter hat die Aufgabe, den Sinn des künstlerischen Handelns zu suchen und zu finden. Als Ensemble von fünf Blechstelen zeigt sich „Wald- und Klangmale“. Die Gruppe unternimmt spontan den Versuch, dem Metall-Quintett Töne zu entlocken. Die Intention zu jeglichem künstlerischen Schaffen heißt „Probieren steht am Anfang“ - sie wird hier in die Tat umgesetzt. Es zeigt sich schließlich, dass Kunst das Herz berührt. Jeder sieht dabei, was in ihm steckt, man findet das Kunstwerk in sich. Der Pfinztaler Skulpturenweg jedenfalls hat den Teilnehmern Fingerzeige hierzu gegeben.

Text und Foto: Emil Ehrler





Zurück