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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Ferienprogramm | Mitteilung vom Do. 02.08.12 , gültig bis Mi. 08.08.12

Das Abenteuerland Pfinztal startete Open-Air mit Pippi Langstrumpf

Heute passiert etwas Aufregendes. Diese Vorahnung hatten nicht nur Annika und Tommy, als sie der „Villa Kunterbunt“ einen Besuch abstatteten. Auch viele kleine und große, junge und alte Pfinztaler waren derselben Meinung. Die beiden Freiluftvorstellungen von „Pippi Langstrumpf“ mit der Badischen Landesbühne im Bildungszentrum der Gemeinde fanden großes Echo. Für das Ensemble des Theaters waren es die letzten Auftritte mit dem Generationen-Bestseller von Astrid Lindgren, in der Inszenierung von Joerg Bitterich, auf ihrer am 5. Mai begonnenen Baden-Tour. In der Gemeinde an der Pfinz war es dagegen der Start zum Ferienprogramm unter dem Motto „Abenteuerland Pfinztal“.

Noch sieht man nichts auf der Bühne, man hört nur ein lautes „Getrabbel“. Dann stehen auf einmal die Schauspieler Sandra Förster, Frederik Kienle, Andreas Krüger, Kathrin Sauerborn, Markus Wilharm, die im Verlauf der 75 sehr unterhaltsamen Minuten in zusammen 17 verschiedene Rollen schlüpfen, auf der Bühne. Mittendrin die Hauptdarstellerin Pippi Langstrumpf (Alice Katharina Schmidt), die mit „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ die Richtung vorgibt und im Refrain „Hey, Pippi Langstrumpf, die macht was ihr gefällt“ dies bestätigt bekommt. Die Piratenprinzessin, wie man sie nennt, macht mit ihrer Flunkerei, etwa „ein Floh wiegt eine Tonne“ vor Niemandem halt. Mit „Herr Nilsson“ einem kleinen Affen und „Kleiner Onkel“, einem Pferd, teilt sich Pippi die „Villa Kunterbunt“. Das ulkige Mädchen, das kein Geld, dafür aber Gold hat, mag die beiden „karierten“ aber wohlerzogenen Nachbarskinder.

Über 60 Jahre gibt es die Bücher von Astrid Lindgren in Deutschland schon. Pippi Langstrumpf ist seither ein Markenzeichen. Sie kann lügen, bis sich die Balken biegen, hat keine Manieren, kann aber auch liebenswert und großzügig sein. Beispiele dazu lieferte das Theaterstück zur Genüge, verpackt in ein rasantes, aber jederzeit auch für die Kleinsten verständliches Geschehen. Den Erwachsenen im Stück gefällt nicht, was die freche Göre wie am Fließband abliefert. Ein Platz im Kinderheim soll die Lösung sein. Stattdessen mischt Pippi den Jahrmarkt auf, besiegt den starken Adam und wird zum stärksten Mädchen der Welt ausgerufen. Aber sie vermisst ihre Mama im Himmel und ihren verschwundenen Papa, den Seeräuberkapitän Langstrumpf. Der Versuch, ein anständiges Kind zu werden, scheitert beim Schulunterricht ebenso wie beim Kaffeekränzchen im Waisenrat.

Und dann erschallt das Horn der „Hoppe Tosse“ und mit Kapitän Langstrumpf kündigt sich ein lang ersehnter Besucher in der „Villa Kunterbunt“ an. Pippi ist natürlich aus dem Häuschen, die Freude riesengroß. Nun heißt es, Anker lichten und lossegeln zum Taka-Tuka-Land, irgendwo weit draußen im Meer. Mitfahren darf jeder. Die Pfinztaler Kinder jedenfalls waren mit Feuer und Flamme dabei.

Text und Fotos: Emil Ehrler





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