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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 26.07.12 , gültig bis Mi. 01.08.12

Ausstellung „Früher und heute“ in sachlicher Umgebung

Dietmar Zankel in der Ortsverwaltung am Europaplatz

Zuletzt war es um Dietmar Zankel ein wenig ruhig geworden. Und das bewusst, wie der 63-Jährige in Bayrisch-Schwaben gebürtige und seit 21 Jahren in Berghausen lebende Künstler zu verstehen gibt. Ganz weg war er nie, der gelernte Schriftsetzer und Diplom-Designer, der sich auch viel ehrenamtlich in der Kunstszene engagiert. „Gearbeitet habe ich jeden Tag“, sagt er und nennt stellvertretend rund 1.500 verschiedenste Kleincollagen als Einzel- oder Gruppenarbeiten, die sich täglich vermehren. Sich wieder ins Gespräch bringen und sein Schaffen zeigen, dazu wurde Dietmar Zankel von Freunden gebeten. Er, der im Spektrum von „persönliche Anlässe, Zufälle, gefundene Gegenstände oder kuriose Sachen“ seine Arbeiten kreiert, ist der Devise „immer ein offenes Auge haben für Dinge, die andere übersehen“, treu geblieben. Nicht ungewöhnlich, wenn man weiß, dass der gebürtige Nördlinger seine Diplomarbeit schon 1973 zum Thema „Umweltschutz“ schrieb. Im Gebäude mit Ortsverwaltung und Poststelle am Europaplatz in der neuen Ortsmitte in Berghausen wagt Zankel einen „Neustart“. Seine Arbeiten schaffen in der eher sachlichen Umgebung einer Ortsverwaltung eine emotionale Ebene mit viel Bild und viel Text. Es ist eine Mischung von früher und heute, in elf Rahmen. Zu sehen sind gedruckte Karten in einer Vitrine. Die zwölfteilige Arbeit „Ich suche mich“ als Schicht-Reliefcollagen aus Papier/Mischtechnik repräsentieren drei Werke. Eine Collage mit selbst gemachten Fotos, dazu Handschriften in verschiedenen Ebenen samt Tagebuch- und Bibeltexten“, heißt „Karfreitag heute“. Mit denselben Materialien hergestellt ist die zweiteilige Collage „Verteilen – zerteilen“ in der Farbe blau gehalten und „Tragen und getragen“ in einem Grünton. „Was mir begegnet, versuche ich zu lesen und dabei kommen mir Gedanken“ nennt Dietmar Zankel den Ausgangspunkt für sein künstlerisches Wirken. So entstanden bei einer letztjährigen Südamerikareise nach Brasilien und Argentinien selbstverständlich auch Motive. Einen hohen Anspruch hat er an seine Fotografie, deren Ergebnisse immer wieder in seine Schöpfungen eingebunden werden, oft auch mit digitalen Collagen. Wiederholt hat Dietmar Zankel zu seinen Arbeiten und Bilderserien auch Bücher geschrieben. Beispielsweise „Bild_ant_WORT“ 1-3. Der Satz „Sie flog dahin die Zeit“ findet bei Dietmar Zankel gleichfalls ihren künstlerischen Ausdruck. Macht ihm selbst aber auch deutlich, dass es nun wieder an ihm liegt, der eingelegten Ruhepause nach außen ein Ende zu setzen. Dietmar Zankel jedenfalls fühlt sich jung genug dafür.

Text und Foto: Emil Ehrler





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