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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 05.07.12 , gültig bis Mi. 11.07.12

"Goldkehlchen" als Piraten auf Kurs

Kindermusical in der Schlossgartenschule

Ruhm und Reichtum warten auf die Piraten der „Esmeralda“ auf der Dreizweieins-Insel. Die liegt auf Kurs Süd-Südwest und hat als Erkennungszeichen drei Palmen, zwei Vulkane und einen Fluss. Die Zeit der Langeweile ist vorbei, ein Abenteuer wartet. Eine Flaschenpost mit einer geheimnisvollen Botschaft hat für die Aufbruchstimmung gesorgt. In der Schlossgartenschule wird das Kindermusical „Das geheime Leben der Piraten“ (von Andreas Schmittberger) aufgeführt. Die „Goldkehlchen“, der Chor der Grundschule, mit Mitwirkenden aus acht verschiedenen Klassen, sind für die Inszenierung verantwortlich. Die Regie liegt in den bewährten Händen von Ulrike Kowalzcyk. Das Unternehmen, mit dem zu Beginn des Schuljahres begonnen wurde, ist eine große Gemeinschaftsleistung. Allein schaffen es die „Goldkehlchen“ nicht. Viele Hände sind gefragt. Beim Bühnenbild zum Beispiel haben sich die Klassen 7a und 7b der Hauptschule unter der Leitung von Sabine Dannebauer künstlerisch betätigt. Auch Eltern der 'Goldkehlchen' haben mit angepackt. Von der Zirkus-AG der Schlossgartenschule wurden Piratenkostüme zur Verfügung gestellt. Für den Bereich Catering bei den Aufführungen zeichnete der Förderverein der Schlossgartenschule verantwortlich. Sein Angebot „Papierschiffchen beladen mit süßer Fracht“ war der Renner. Das Resultat: Ein Musical, zwei Aufführungen, doppelt besetzte Hauptrollen und 34 talentierte Hobby-Schauspieler. Das Kindermusical „Das geheime Leben der Piraten“ bietet während 60 Minuten Spannung mit Gefahren und Überraschungen. Spielen, Tanzen und Singen sind die Hauptbestandteile. Auch zwei Flöten machen auf sich aufmerksam. Die „Goldkehlchen“ gingen mit Feuereifer die Aufgabe an. Regelmäßig wöchentliche und viele Zusatzproben hat man hinter sich. Die Kulisse mit dem Inselpanorama, der ankernden „Esmeralda“ mit Kanonen, machen das Geschehen auf offener Bühne zu einer kunterbunten Abfolge. Die Flaschenpost hat bei Kapitän Danton und seiner Mannschaft das Schatzfieber ausgelöst. Mit Hilfe der entführten Prinzessin Filomena als Vorleserin der Botschaften und der strengen Gouvernante Donna Dolores macht man sich auf den Weg. Unterwegs fällt es so manchem Piraten, wie namentlich Haihappen-Joe, einbeiniger Spanier oder Kleiner-Knut, zunehmend schwer, seine jeweiligen Marotten vor den anderen zu verbergen. Ein Angsthase ist jedoch keiner. Stattdessen gilt „Piraten sind Piraten, in Worten wie in Taten“ und nicht „Pirat oder Seegurke?“. Viel wird gesungen. Für den „Goldkehlchen-Chor“ ist dies ausgiebig die Möglichkeit, sich zu profilieren. Der Mix aus Celtic-Folk, Filmmusik, Shanty-, Reggae- und Tango-Elementen sowie Riverdance gehen ins Ohr. Endlich am Ziel, springt der Musikproduzent Boleman aus der lang gesuchten Schatzkiste. Er verspricht den Piraten mit Hilfe eines „fair“ ausgehandelten Plattenvertrags (90 Prozent für ihn, der Rest für die Piraten) zu Ruhm und Reichtum zu gelangen. Die unerwartete Wendung des Abenteuers ist zugleich ein Seitenhieb auf die „Superstar- und DSDS-Kultur“, die auf diese Weise auf die Schippe genommen werden soll. Mit Szenenapplaus und einem stürmischen Schlussbeifall wurde das Singspiel belohnt. Geforderte Zugaben wurden bereitwillig gegeben.

Text und Foto: Emil Ehrler





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