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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 24.05.12 , gültig bis Mi. 30.05.12

Korkensammlung 2012 mit magerem Ergebnis

16 Lieferanten brachten 487 Kilogramm zur Sammelstelle

Werden die natürlichen Flaschenkorken zunehmend rar? In der Gemeinde Pfinztal ist die Tendenz der alljährlichen Korkensammlung jedenfalls die Bestätigung dieser Vermutung. Zum 36. Mal hat man 2012 in Pfinztal gesammelt und das Resultat mit 487 Kilogramm hat einen historischen Tiefstand erreicht. Auch die Zahl der Lieferanten ist weniger geworden. War die Gemeinde Pfinztal bislang beim Sammelwettbewerb 'Korken für Kork', der 1996 erstmals vom Betrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Karlsruhe ausgelobt wurde, durchweg eine bedeutende Nummer im Ranking, hat sich dies geändert. Die magere Bilanz 2012 gibt Anlass zu einem Rückblick in bessere Korken-Zeiten in Pfinztal.

2006, zeigt ein Blick in die Statistik, erzielte man mit 2.140 Kilo den Höchstwert. Seither gehen die Zahlen zurück. Aber das liegt im Trend, sagt Sarah Esaias, die im Fachbereich Umwelt und Garten für die Korkenaktion verantwortlich ist. Natur-Flaschenkorken sind nämlich längst nicht mehr einzigartig. Sie haben durch Kunststoffprodukte, aber auch durch Glasverschlüsse merkliche Konkurrenz bekommen. Seit 2007 kamen 5.870 Kilo Korken zusammen.

Jetzt, bei der 17. Sammelaktion des Landkreises, kamen gerade noch 487 Kilogramm von 16 Lieferanten zusammen, ein bedeutender Rückgang von nahezu einem Drittel zu den 712 Kilogramm aus dem Vorjahr und gar um 77 Prozent zum Spitzenjahr 2006. Die Mengenliste führt die Klasse 2 der Grundschule Kleinsteinbach mit 101 Kilogramm Korken an. Dahinter folgen die Klassen 10b und 6b des Ludwig-Marum-Gymnasiums Pfinztal, die es auf 43 bzw. 37 Kilogramm brachten. Der kleinste Lieferant, die Klasse 2 der Grundschule Wöschbach, kam auf acht Kilogramm und kassierte vier Euro. Konstant werden 50 Cent pro Kilogramm Korken bezahlt, die dann in die Kassen der Jugendgruppen, Kindergärten oder Schulklassen wandern. Weiterhin eifrig Korken zu sammeln, darauf machten Thomas Karcher und Thomas Seeger aufmerksam. Die Mitarbeiter der Gemeinde nahmen die Fracht entgegen, die dann gewogen und in große Säcke umgefüllt wurde. Auch Sarah Esaias warb dafür, Naturkorken zu sammeln, damit keine Rohstoffe verloren gehen und die Behinderten in Kork/Südbaden ihre Arbeitsplätze behalten. Die häufig gestellte Frage 'Was nun mit den Korken geschieht?' konnte beantwortet werden. Nächster Schritt ist der Transport vom Wertstoff- und Recyclinghof der Gemeinde zur Wertstoffsortieranlage des Landkreises nach Bruchsal. Von dort geht die Fracht zum Epilepsiezentrum nach Kork. Hier werden die Korken sortiert, zerkleinert und unter anderem als Dämmstoff oder als Beimischung in Lehmbaustoffen wieder verwendet.

Korken haben abgegeben: Klasse 2 Grundschule Kleinsteinbach 101 kg; Klasse 10b Ludwig-Marum-Gymnasium 43 kg; Klasse 6b Ludwig-Marum-Gymnasium 37 kg; Posaunenchor Söllingen 35 kg; Klasse 8d Geschwister-Scholl-Realschule und Kindergarten Sankt Antonius, jeweils 34 kg, KSV Berghausen 33 kg, Klasse E1 Schlossgartenschule Berghausen 30 kg; Anglerverein 'Forelle' Pfinztal 28 kg; Klasse E 2 Schlossgartenschule Berghausen 27 kg; Kindergarten 'Altes Pfarrhaus' Berghausen 23 kg; Musikverein Söllingen 20 kg; Klasse 2b Schlossgartenschule Berghausen 12 kg; Klasse 7b Geschwister-Scholl-Realschule und Klasse 2 Aloys-Henhöfer-Schule - jeweils 11 kg sowie Klasse 2 Grundschule Wöschbach 8 kg.

Text und Foto: Emil Ehrler





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