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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 04.04.12 , gültig bis Mi. 11.04.12

Ein Osterbrunnen - Die Attraktion in Wöschbach

Ein Gemeinschaftswerk mit 1.000 bunten Ostereiern

Der Obst-, Wein- und Gartenbauverein (OWGV) Wöschbach hat sein Versprechen gehalten. Die Ankündigung aus dem Vorjahr, in der Ortsmitte beim Rathaus den „Ölfunzel-Brunnen“ als Osterbrunnen zu gestalten, ist Realität geworden. Mit 3,50 Meter überragt das farbenprächtige Kleinod, geschmückt mit 1.000 bunten Kunststoffeiern, den runden Brunnentrog samt Bronzefigur. Ein Metallgestell dient als Korsett, dessen 17 geschwungene Meter mit Buchs umbunden sind.

Einen Osterbrunnen gab es bislang in der 723-jährigen verbrieften Historie des Ortes noch nicht. Auch in den anderen drei Ortsteilen der Gemeinde Pfinztal lässt sich in deren Geschichte ein Osterbrunnen nicht nachweisen. Die Pionierarbeit, als solche sie gewürdigt wurde, ist das Ergebnis von bürgerschaftlichem Engagement. Wöschbach ist zumindest bis zum 22. April, so lange bleibt der Osterbrunnen stehen und kann besichtigt werden, um eine Attraktion reicher.

In der beginnenden Dämmerung begleitet das Blasorchester des Musikvereins 'Frohsinn' Wöschbach mit flotten Rhythmen die kleine Einweihungsfeier. Viele waren gekommen, nicht nur aus Wöschbach. Etwas bisher Einzigartiges in der Gemeinde Pfinztal war der Grund. Vor sechs Wochen haben die Arbeiten begonnen, sagt Arno Borlinghaus. Der OWGV-Vorsitzende dankt seinen Mitstreitern Albert Kraft und Erich Zimmermann. Beim Eier schmücken legten zudem Ursula Damian, Werner Weber (Am Hohberg) und Rita Zimmermann, dazu das Quartett Ingrid Hahn, Rosel Hurst, Elke Stubenrauch und Gisela Wippert vom Frauenkreis der Pfarrgemeinde Sankt Johannes der Täufer kräftig und dekorativ Hand an. Nicht unerwähnt blieben die Buchs-Geber. In der Summe kamen für den 'Osterbrunnen' 100 unentgeltliche Arbeitsstunden zusammen. Die Materialkosten für das Kunstwerk wurden aus dem OWGV-Geldtopf 'Erlös selbst durchgeführter Altpapiersammlungen' finanziert. Aus diesem, informierte der Vereinschef, unterstütze man soziale Projekte, die Grundschule und beide Kindergärten in Wöschbach sowie die Infrastruktur des eigenen Lehrgartens. Beim Zustandekommen für den Osterbrunnen haben demnach alle Altpapier-Lieferanten ihr Scherflein beigetragen, freute sich Ortsvorsteher Otmar Bittner. Die Freude ins Gesicht geschrieben war ebenso Bürgermeisterin Nicola Bodner und dem Schöpfer des vor zehn Jahren in Betrieb genommenen 'Ölfunzel-Brunnens' Friedhelm Zilly. 'Sein Werk habe für wenige Wochen sich ausnahmslos vorteilhaft verändert', sagte der gebürtige Wöschbacher.

'Ölfunzle', so werden die Wöschbacher genannt. Die Figur am Brunnen, mit der Ölfunzel in der Hand, sie erinnert an die Rahm- und Ölfrauen vergangener Tage, die sich mit selbst produzierten Naturalien in einem Korb auf dem Kopf nach Karlsruhe aufmachten, um die Waren zu verkaufen. Jetzt füllen bunte Ostereier den Warenkorb.

Text und Foto: Emil Ehrler





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