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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 23.02.12 , gültig bis Mi. 29.02.12

Fasching total in Pfinztal

Die 5. Jahreszeit ist zwar bereits wieder vorbei, für alle Faschingsfans gibt es aber Hoffnung: Auch im nächsten Jahr werden die Narren erneut in Pfinztal unterwegs sein!

 

Der Musikverein Söllingen produziert seine Narrensitzung im Dschungelcamp

Die Version des Musikvereins Söllingen (MVS) zum Fernseh-Quotenhit 'Dschungelcamp', verpackt in eine vierstündige Prunksitzung mit dem gleichen Titel, unterschied sich bereits beim Zusatz 'Hilfe, ich bin ein Narr, lass mich hier rein'. Eine Vielzahl von Mitwirkenden machte sich das Sitzungsmotto zu Eigen, ebenso Hunderte von Besucher, deren Kostümierung nach Abenteuer aussah, so dass die Lokalität zur Räuchle-Dschungel-Halle mutierte. Mit der 16. Prunksitzung in Eigenregie landete das Organisationsquartett Walter Katzik, Peter Kraft, Uwe Pfaff und Joachim Steiner einen Volltreffer. Großer Spaß und viel Witz waren die Trümpfe für eine Show, deren erste Ideen drei Monate zurück liegen. Obwohl nur wenig geprobt wurde, sorgten Spontanität und Können der Programmmacher für den Erfolg der Veranstaltung. 15 Nummern reihten sich aneinander, deren Anmoderation Peter Kraft als Expeditionsleiter übernahm. Wild und verwegen waren die Szenerie und die Gestalten, angefangen beim Siebener-Rat, mit Fummler, Kannibale und allerlei Ungeziefer. Alle sollten sich fühlen, wie weit, weit weg von Zuhause, eben im Dschungel. Für gute Bühnenleistungen hagelte es deshalb 'Tropenstürme', bei deren akustischer Zusammensetzung Bürgermeisterin Nicola Bodner die Handkurbel der Sirene betätigte. Als moderates Dschungelcamp angekündigt, schlug ein Kannibalen-Trio (Nina Anton, Elena Eisenhut und Lisa Pfaff) gleich aus der Reihe. In den Kochtopf gesetzt wurde Ex-Schultes Heinz E. Roser, um gut gewürzt verspeist zu werden. Doch Halt: 'Wer einen Beamten verzehrt, muss mit Darmträgheit rechnen.' Das hielt sie vom Äußersten ab. Als Tiere aus dem Dschungelbuch fegte der MVS-Nachwuchs über den Waldboden. Ihre Premiere lieferte das Oktett der 'MVS-Müll-Recycling-Band', die mit den im Busch aufgesammelten Fundstücken (Flaschen, Becher und Rohre) flotte Musik machten. Erstmals dabei die Minigarde des Elferrats des Karnevalsvereins Ubstadt mit zwei sehenswerten Tänzen. Viel Talent in der Bütt verrieten der Routinier Georg Pfaff als 'Dauerfernsehgucker' und der Neuling Silvia Anton mit ihrem 'Stadttrip samt Zuschlagkarte'. Gewohnt ins Zeug legten sich die 'Pfutsch Singers' (Martin Girrbach und Frank Wenz), während die Band 'Sunflowers' zündende Stimmungsrunden servierte. Große, aber nicht einfache Themen auf der Ebene der lokalen Politik, bearbeitete der Söllinger Ortsverdreher (Tilo Reeb) und machte 'saugute' Vorschläge. Als da waren: Umdenken und der Gemeinde was schenken, um den Schulden den Rücken zu kehren, oder vielleicht den Pfinztaler als eigene Währung verbunden mit der Prognose 'Euro labil - Pfinztaler stabil' gegen Haushaltslöcher einzuführen. Und erst recht die unverblümt erwartungsvolle Hymne auf den neuen weiblichen Schultes 'Ins Rathaus zieht ein die Poesie, deren Vertrag mit Pattex soll kitten im Gemeinderat'. Im Camp laufen die Vorbereitungen für die Wahl des Dschungelkönigs. Das Rennen macht die grüne Giftspinne (Marion aus Bilfingen), sie lässt Schmetterling- und Spinnenduo hinter sich. Das muss gefeiert werden: Die Show-Tanzgruppe der Turngemeinde (TG) Söllingen, die 'Cocos', zeigen ihren Augenschmaus der Kampagne. Dazu lassen es die MVS-Recken beim Tanz 'Der Urwald bebt' krachen. Im Dschungelcamp bleiben alle unversehrt, was DRK und Feuerwehr des Pfinztaldorfs freut, die den Sicherheitsdienst gewährleisteten. Das galt auch danach, als die Sause von den Tropen in den Söllinger Ortsdschungel überschwappte.

 

Leinen los für das Narrenschiff der Söllinger Senioren

Gleich mehrfach wurde in Pfinztal der Fasenacht gehuldigt. Den Anfang machten die Söllinger Senioren, die es lustig und fidel im Sankt-Antonius-Haus in Söllingen krachen ließen und die Seniorenfastnacht in Wöschbach war ein Hochgenuss für Landeier!

 

Kinderfasching in Pfinztal - Bewegung zu kindgerechten Rhythmen

Wenn eine Hexe, Pippi Langstrumpf, ein Retter, ein Roboter und viele andere Kostümierte gemeinsam Spaß haben, dann ist Kinderfasching beim Turn- und Sportverein Berghausen. Überschrieben als 'Mitmachparty' ist in der Licht durchfluteten Vereinshalle jede Menge los. In Begleitung von Eltern und Großeltern sind viele Jungen und Mädchen gekommen. Die Kleinsten, die sich ins Getümmel stürzen, müssen noch an die Hand genommen werden. 'Früh übt sich', heißt nicht nur zur Fasnacht das Motto des TSV in Sachen Nachwuchsarbeit. Die Fäden haben Astrid Nagel und Natalie Wysk in den Händen, unterstützt von einem vielköpfigen Helferteam auf der Tanzfläche, in der Technik und bei der Logistik. Zum TSV kommt man gern, um bei Action und Spaß fröhlich zu sei, was immer wieder mit dem Lied 'Heut´ ist ein schöner Tag' zum Ausdruck wurde. Überhaupt erklingt aus den Konserven ausschließlich Musik für Kinder. Bewusst mache man das, sagt Astrid Nagel, denn die Kleinen können sich mit diesen Melodien identifizieren. Und was man zu den Klängen alles an Bewegungsabläufen fabrizieren kann, das ist das Metier von Natalie Wysk als ausgebildete Erlebnis- und Wildnispädagogin. Die drahtige Expeditionsleiterin sorgt für einen facettenreichen Mix. Zur Begrüßung berührt man sich mit Nase, Finger, Bauch und Schulter. 'Wir schaffen das, geben alles' heißt dazu die Aufforderung an den Nachwuchs. Der gibt sich auch weiterhin ausgesprochen sportlich. Bei verschiedenen Tanzanimationen wird das Hüpfen wie ein Floh oder auf einem Bein verlangt. Zudem hat man das Programm beim Kinderfasching des TSV Berghausen um neue Gemeinschaftsspiele erweitert.

Drei-Stunden-Programm für den Narrensamen! Zur Kinderfastnacht von Akkordeonring und Turn- und Sportverein kommt auch karnevalistischer Nachwuchs aus Durlach

Alle Knirpse ließen sich nicht einfangen beim Kinderfasching in der Mehrzweckhalle in Wöschbach. Die machten ihr eigenes Programm. Den Ablauf der Gemeinschaftsveranstaltung von Akkordeonring (ARW) und Turn- und Sportverein (TSV) hemmte das aber keinesfalls. Vor und auf der Bühne, bisweilen auch mit Polonaisen quer durch die Halle, lief eine Drei-Stunden-Gaudi ab, die es in sich hatte. Ob klein, ob groß: Wer hier mitmachte und dran blieb, dem wurde einiges abverlangt. Viele Jahre währt inzwischen die närrische Kooperation im Nachwuchsbereich zwischen dem ARW und dem TSV. Die Kinderfastnacht ist längst zum gemeinsamen Vorzeigestück geworden, die nicht nur in Wöschbach den Narrensamen mobilisiert. Viele Helfer beider Vereine teilen sich das umfangreiche logistische Aufgabenpaket an diesem Nachmittag.

 

„Was machen wir jetzt?' als Ansage für die Narrenschar - Kinderfasching und Ü-28-Party bei der Turngemeinde

Bei der Turngemeinde Söllingen (TG) weiß sich jeder, vom Kleinkind bis zum Senior, im Spektrum von sportlicher Fitness und Gemeinschaftspflege gut aufgehoben. Das zeichnet den größten Verein in der Gemeinde Pfinztal aus. Diese Eigenschaft gilt auch in der fünften, der närrischen Jahreszeit. Das Mitmachangebot lässt keinen aus. Es wird organisiert und koordiniert vom TG-Förderverein. Gleich drei Mal ist dann 'Remmidemmi' in der Räuchle-Halle. Dabei wird natürlich das Jugendschutzgesetz eingehalten. Beim TG-Kinderfasching trägt die Jugendverwaltung der Turngemeinde die Verantwortung und gestaltet das Programm. Das Echo bei den kleinen Söllingern war wieder richtig groß. Jennifer Bauer und Jugendleiter Sebastian Kunz schwangen das Zepter, unterstützt von zahlreichen Helfern. Ein Kasten diente beiden Animateuren als Hochstand. Von hier aus hatte man den Überblick auf die kreuzfidele und wuselige Narrenschar und konnte zugleich die Ansage 'Was machen wir jetzt?' machen. Zur praktischen Demonstration mischten sich Jennifer und Sebastian unter die kostümierte Kinderschar. Zu der gehören auch Hannah als Kuh, Indianer Jonas, Prinzessin Laura und Zauberer Leon. Alle machten begeistert mit, nicht zuletzt weil Harry Seiter aus dem Hintergrund stets die dazu passende Melodie einspielte. Für die Turngemeinde ist Harry der personifizierte Discjockey, der bei jeglichen Veranstaltungen der TG das Jahr über die auf Tonträgern gespeicherte Musik individuell abspielt, nicht nur beim Kinderfasching. In der Räuchle-Halle tobte der Bär, die Fastnachter frönten ausgelassen der Fasenacht der 'Hausmarke TG'.

 

Minusgrade an Haltepunkten kompensiert - Beim kleinen aber feinen Gaudiwurm in Wöschbach frieren die Ventile der Blasinstrumente ein

Noch immer ist nichts zu sehen. Ecke Berg- und Friedenstraße stehen Céline, Fabienne und Jasmin und erwarten mit anderen den Wöschbacher Dorfzug. Die ersten Töne sind endlich zu hören, der Fastnachtsumzug des Musikvereins 'Frohsinn' Wöschbach kommt näher. Warum die nur soviel Verspätung haben? Die zweistelligen Minusgrade sind dafür verantwortlich, informiert Vorsitzender Michael Wachter. 'Die Tastenventile der Blechblasinstrumente froren ein. Bei den Zugposaunen ging auch nichts mehr', so Wachter. Trotz dieser Kältekapriolen, was einen Minusrekord in über 60 Jahren Historie des kleinsten närrischen Umzugs in der Region darstellte, aufhalten ließ sich der fröhliche Lindwurm nicht. An den zahlreichen Haltepunkten entlang der Umzugsstrecke bot sich außerdem die Möglichkeit, sich mit warmen Getränken zu versorgen. Start war wie üblich im Oberdorf, der Zug marschierte durch die Ortsmitte ins Unterdorf und zum Finale auf den Festplatz. Auch die Talberghexen waren mit von der Partie, meist mit großen Besen und verstärkten die Percussions-Riege. Zum Schluss folgte der Mini-Motivwagen. Von bunten Luftballons eingerahmt war der Slogan zu lesen: 'Der MV Frohsinn Umzug isch des Jahr, dreimol Energeieffizienzklass AAA! Mir blosa lieba scheene Musik in unserer luschdiga Kluft, als an Haufa Schadstoff in die Luft!' Wie wahr, Kohlendioxidausstoß beim Wöschbacher Dorfzug war Fehlanzeige. Für Klein und Groß am Straßenrand regnete es dafür hin und wieder Süßigkeiten.


Text und Foto: Emil Ehrler





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