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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 17.11.11 , gültig bis Mi. 23.11.11

Neue Bilderausstellung im Pfinztaler Rathaus

Malen mit Spaß am Experiment

Brigitte Marston zeigt 14 ihrer Arbeiten bis zum Jahresende im Söllinger Rathaus. Für sie bedeutet Malen auch Spaß am Experimentieren zu haben. Für die gebürtige Linzerin heißt deshalb das Motto 'Dran bleiben'. Um sich künstlerisch voranzubringen, gehören Fortbildungen jeglicher Art für sie dazu. In Söllingen setzt sie die Reihe 'Kunst im Rathaus' fort. 'Zeitzeugen - Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft' hat sie ihre Bilderschau überschrieben. Längst ist für die in Stutensee beheimatete Künstlerin das Malen mehr als ein Hobby. In Söllingen stellt sich Brigitte Marston mit einer von ihr selbst entwickelten Maltechnik vor. Dazu verwendet sie Acryl, mischt Eisenpulver und Säure dazu. 'Der Zufall regiert bei dieser Technik', die sehr zeitaufwändig sei, verrät sie. Die Vernissage im Rathaus ist gut besucht. Zusammen geht man von Bild zu Bild. Insgesamt 14 Arbeiten werden gezeigt. Sie haben Namen wie 'Zeitzeugen', 'Labyrinth', 'Ammonit' und stehen für Zeit und Vergänglichkeit. Als zusätzliche Inspirationsquellen kommen Energie und Materie hinzu, informiert die Malerin und verweist auf den Kontrast zwischen Licht und Dunkel. Daraus entstehen Bildkompositionen der besonderen Art. Brigitte Marston zählt sich zur 'Spachtelfraktion', darüber hinaus kommen Pinsel aller Art, Schwamm, Tücher und Finger zum Einsatz. Materialien sind neben Acryl auch Rohstoffe wie Sand. Großformatige Bilder sind ihre Favoriten, wie die vier Arbeiten aus der Serie 'Wir hinterlassen Spuren' deutlich machen. Darauf zu sehen sind XXXL-Fingerabdrücke. Was entsteht, soll unheimlich und rätselhaft zugleich sein. Der Kunststil soll der Vergänglichkeit Priorität verleihen. Mit jeweils dünnen Schichten vieler Lasurfarben baut die 51-Jährige ihre Malereien auf. Im Atelier begleitet gute Rockmusik das Arbeiten. Auf diese Weise verleihen Musik und Naturverbundenheit den Kunstwerken ihren persönlichen Ausdruck. Besonders inspiriert der Kontrast zwischen blühendem Leben und Vergangenem. Auch die Farbpalette geht querbeet von Blau- und Grüntönen im Kontrast zu Grau und Orange bis hin zu Gelb, Rot und erdigen Farbtönen. Es entstehen abwechselnd tektonische Flächen und amorphe Strukturen, die zusammengefügt komplexe Gebilde mit Ecken und Kanten ergeben. Mit 'Das eigentliche liegt dazwischen', 'Zeitlose Lebendigkeit', 'Das Geheimnis' oder 'Traum von Freiheit' sind weitere der abstrakten Kunstwerke betitelt. Bei den Bildern will Brigitte Marston den 'Zahn der Zeit' zeigen. Dazu wird Farbe abgewaschen, abgetragen, ausgekratzt und überdeckt. Sie nutzt minimale grafische Interventionen, um Spannung zwischen den Flächen zu erzeugen.

Info: Die Ausstellung ist bis 30. Dezember im Rathaus in Söllingen zu sehen. Montag und Donnerstag von 7 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr. Dienstag, Mittwoch und Freitag von 7 bis 12 Uhr.

Text und Foto: Emil Ehrler





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