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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 08.09.11 , gültig bis Mi. 14.09.11

Edelstahl Rosswag feiert 100jährigen Geburtstag

Das 100-jährige Gründungsjubiläum feierte Süddeutschlands größte Freiformschmiede mit einem Tag der offenen Tore: Bei Edelstahl Rosswag standen am Freitag, 2. September, alle Hallen und Büroräume offen, um sich ein Bild von den vielfältigen Aufgaben und Arbeiten in dem Kleinsteinbacher Unternehmen zu machen. Entstanden in der Kaiserzeit, hat das Unternehmen zwei Weltkriege unter der Führung des Unternehmensgründers August Rosswag und dessen gleichnamigen Sohns überlebt; seit den 70er-Jahren im Kleinsteinbacher Gewann Stumpenäcker ansässig wurde das Werk stetig vergrößert.

Heute arbeiten rund 180 Menschen, darunter 23 Azubis, für Rosswag. Die Mitarbeiter schmieden Teile für Hightech-Produkte wie den Airbus A 380 und bearbeiten diese Werkstücke auch komplett bis zur Einsatzreife in Anlagen und Maschinen. Die dazu notwendigen laufenden Investitionen in neue Schmiedepressen, Ringwalzwerke oder modernste CNC-Werkzeugmaschinen wurden beschrieben. Überall standen Facharbeiter von Rosswag, um den Besuchern ihr Handwerk vorzustellen; etwa beim Schmieden von Glockenklöppeln, einer Spezialität, bei der Edelstahl Rosswag mittlerweile eine führende Rolle in Europa einnimmt. Dies zeigte sich am Freitag erneut: Bei der Papstmesse am 25. September auf dem Flugplatz in Freiburg sollen Glocken läuten; die Klöppel dazu hat Rosswag hergestellt. Die Kosten übernehmen die Gesellschafter des Unternehmens. Glockenklöppel von Edelstahl Rosswag hängen heute schon im Erfurter Dom, in der Dresdner Frauen- und Dresdner Hofkirche, im Wiener Stephansdom, im Straßburger Dom oder in der Friedensglocke auf Malta. In dem zum Jubiläum erschienenen Buch lässt sich vieles über die Entwicklung und Gegenwart des Unternehmens nachlesen. Auch zum Thema „Kunst aus der Schmiede“. Der Tiroler Künstler Markus Strieder präsentierte seine unter der Presse von Rosswag entstandenen Polyeder, wie sie auch seit rund einem Jahr den Verkehrskreisel in Kleinsteinbach schmücken. Selbst handwerklich tätig sein war beim Tag der offenen Tür ein weiterer Schwerpunkt: So konnten die Besucher Nägel auf dem Amboss schmieden, an einer CNC-Drehmaschine ein Windlicht drehen oder Rosswag-Taler prägen. Auch bei der Vorstellung der Werkstoffprüfung im Betriebslabor durften Interessierte mithelfen, etwa bei der Ultraschallprüfung oder bei Zug- und Kerbschlagbiegeversuchen. Zudem lockte eine Ausstellung mit Messern aus rostfreiem Damaszenerstahl – eine bei Rosswag entwickelte Technologie – sowie mit historischen Unterlagen und Fotos.

Text: Text & Design
Foto: fotografic





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