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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 07.07.11 , gültig bis Mi. 13.07.11

Der Obst-, Wein- und Gartenbauverein Wöschbach pflegt seit Jahren den Brauch des Johannisfeuers

Eine Attraktion ist das Johannisfeuer, das der Obst-, Wein- und Gartenbauverein in jedem Jahr entzündet

In Wöschbach zündete man zu Ehren des Kirchenpatrons Sankt Johannes der Täufer ein Feuer an. Das war bereits in Vorzeiten üblich, bis zum Jahr 1838. Im Februar 1839 nämlich hat das zuständige Ministerium des Innern der Großherzoglich Badischen Regierung die 'Abstellung des so genannten Johannisfeuers in Wöschbach' verfügt. Damit verschwand ein Brauch. All dies ist im Wöschbacher Ortsbuch nachzulesen. Seit 1999 gibt es das Johannisfeuer wieder, immer am Freitag vor dem Kirchenpatrozinium und damit auch in einem zeitlich engen Rahmen zur eigentlichen Sommersonnenwende. Den Brauch wieder aufleben lassen hat der Obst-, Wein- und Gartenbauverein (OWGV). Die Feuerstätte ist auf dem Areal des vereinseigenen Lehrgartens im Gewann „Rohrland“ und um diese schöne Sache herum wurde ein richtiges kleines Fest arrangiert. In diesem Jahr war es das 13. Johannisfeuer, das brannte. Der große Holzstoß war aufgeschichtet. Bereits im zeitigen Frühjahr hatte damit Vereinsvize Albert Kraft begonnen. Verwendung fand der Baumschnitt aus dem Lehrgarten. Selbst ein kurz zuvor niedergehender Regen konnte die Brennfähigkeit des Reisiggebildes nicht beeinträchtigen. Die vielen Kinder wurden mit Fackeln versorgt. Verantwortlich für das Anzünden war Erich Zimmermann, der den Jungen und Mädchen zugleich in wenigen Worten das Verhalten beim Entzünden des Holzstoßes erklärte. Im großen Kreis standen die kleinen Wöschbacher um die Feuerstelle. Auf Kommando steckten sie die Fackeln in das Gehölz. 'Zurücktreten' lautete die Aufforderung des Vorsitzenden Arno Borlinghaus, denn der Holzstoß fängt schnell Feuer. Die Flammen lodern hoch. Für die Sicherheit sorgt die Gruppe der Wöschbacher Feuerwehrleute um ihren Kommandanten Thomas Vogt. Der große Zuspruch zeigte dem vielköpfigen OWGV-Helferteam, dass Wöschbach und das Johannisfeuer untrennbar miteinander verbunden sind. Begonnen wurde die „Johannis-Sonnwendfeier“ wie üblich am späten Nachmittag. Dies deswegen, informiert Arno Borlinghaus, um den Besuchern die gestalterischen Fortgänge im Lehrgarten zu zeigen und zu erläutern. Insgesamt ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das von fleißigen Mitgliedern „Schritt für Schritt“ realisiert wurde und wird. Mit den Jahren ist der Obst-, Wein- und Gartenbau Wöschbach schlussendlich damit zu der informativen Adresse in Sachen Obst-, Wein- und Gartenbau für jedermann in Wöschbach geworden.

Text und Foto: Emil Ehrler





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