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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 16.06.11 , gültig bis Di. 21.06.11

Menschen aus Pfinztal: Familie Petrik und ihr Biolandhof

Der Biolandhof Petrik in Berghausen 'Am Heulenberg' hat sich für einen Tag 'gläsern' gemacht. Das Interesse den am Ortsende von Berghausen in Richtung Wöschbach gelegenen Familienbetrieb sich anzuschauen war beachtlich. Klein und Groß, Alt und Jung fanden sich ein. Sie wollten wissen, wo das Gemüse und der Salat wächst, der im zum Hof gehörenden Bio-Laden ebenso verkauft wird, wie in Naturkostgeschäften in Karlsruhe und auf dem Wochenmarkt in Langensteinbach. Den Bauernhof der Familie Petrik gibt es seit 1960. Bruno und Elisabeth Petrik haben dort ihre konventionelle Landwirtschaft betrieben.1987 hat Sohn Helmut Petrik die Nachfolge angetreten. In Zusammenarbeit mit Ehefrau Beate wurde fortan auf biologische Landwirtschaft und Gemüsebau gesetzt. Die Äcker und Wiesen die bewirtschaftet werden liegen in der Nähe des Hofs in den Gewannen 'Hinterm Heulenberg', 'Berghausener Feld', 'Ebene' und 'Röller', sowie auf Gemarkung Wöschbach im 'Kugelbus'. Insgesamt sind es rund sechs Hektar Kartoffeln, neun Hektar Freilandgemüse, sowie Getreide, Feldfutter und Sojabohnen die angebaut werden. Bei der vielen Arbeit werden Beate und Helmut Petrik von sechs Mitarbeitern unterstützt, auch Sohn Florian und Tochter Charlotte packen in ihrer Freizeit mit an. Planung und Praxis des biologischen Landbaus müssen ineinander greifen. Beim Rundgang über die Gemüsefelder gab dazu Helmut Petrik Anschauungsunterricht. Anbau und Pflege der einzelnen Gemüsekulturen wurden ebenso erläutert, wie die Wichtigkeit einer ausgewogenen Fruchtfolge. Bedeutungsvoll ist die Saat von Leguminosen, eine der artenreichsten Pflanzenfamilien. Hierzu zählen Klee und Hülsenfrüchte. Deren Aufgabe, erklärte Helmut Petrik, ist es den Boden mit Stickstoff anzureichern, zudem enthalten sie viel Ei-weiß. Auf diese Weise wird die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit gelegt. Ein bedeutsamer Baustein ist das Zusammenwirken mit der Natur. Als Beispiel dafür diente ein blühendes Phaceliafeld, auch 'Bienenweide' genannt. Die Vielfalt der zu beobachtenden Insekten belegte dies. Spannend wurde es auf einem Mangoldfeld, wo die Larven des Marienkäfers den schädlichen Läusen zu Leibe rückten. Bohnen, Fenchel, Lauch, verschiedene Salate und Zucchini werden ebenfalls angebaut. Die Ernte der Frühkartoffeln ist in vollem Gang. So ein Rundgang macht hungrig. Geerntet 'frisch vom Feld' sorgten vitaminreiche Kostproben von Kohlrabi und Möhren für ein 'Aha-Erlebnis'. 'Hinterm Heulenberg' erreichte man mit Schlepper und Personenanhänger. Hier war Florian Petrik der sachkundige Exkursionsleiter. Einen Acker mit Sojapflanzen, deren Anbau der Tofuproduktion dient, sahen viele zum ersten Mal. Der gegen die zunehmende Wildschweinplage auf drei Kilometer Länge errichtete Elektrozaun war eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, erklärte Florian und beeindruckte zugleich die Gäste. Mit im Programm auch ein Abstecher zu den Weiderindern. Weitere Nutztiere auf dem Biohof sind Hühner. Zurück auf dem Hof wurde in lockerer Runde über das Gesehene mit Familie Petrik diskutiert. Besonders hatte die Vielfältigkeit des Gemüseanbaus und die damit verbundene Arbeit Eindruck gemacht. Auch der Blickwinkel zu sehen wie die Produkte auf dem Acker wachsen die man ansonsten im Hofladen, Am Heulenberg 1 oder auf dem Markt in Langensteinbach kaufen kann sorgte für Fragen. Die Möglichkeit zu informieren nutzte auch die Streuobstinitiative des Landkreis Karlsruhe, durch ihre örtlichen Vertreter Hans und Marga Bönisch. Stelltafeln informierten über den Streuobstbau in der Region, dazu gab es 'Äpfele' Saft. Quarkbrot, Kuchen und Kaffee ließ man sich ebenfalls schmecken.

Text und Foto: Emil Ehrler





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