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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 14.04.11 , gültig bis Di. 19.04.11

Melodien und Texte weisen auf Ostern hin

Der Motettenchor Pforzheim setzt seine Konzerttradition in der Thomaskirche fort!

Der Motettenchor Pforzheim ist ein profilierter Laienchor, inzwischen 45 Jahre alt und mit hohem Bekanntheitsgrad. Seit 15 Jahren macht der Motettenchor aus der Goldstadt in der Passionszeit Station in Kleinsteinbach. Das Konzert in der Thomaskirche ist seither fester Bestandteil sakraler Musik im Pfinztaldorf. Vor 15 Jahren hat auch Gemeindepfarrer und Dekan des Kirchenbezirks Alb-Pfinz Paul Gromer seinen Dienst im Pfinztaler Ortsteil angetreten. Er war es, der dank guter Kontakte zum damaligen musikalischen Leiter Rolf Schweizer einen Auftritt in Kleinsteinbach in die Wege leitete. Die letzte runde Zahl, die mit dem Konzert 2011 verbunden werden kann, betrifft den Leiter Kord Michaelis. Der gebürtige Hanseat ist Kirchenmusikdirektor, Landeskantor Mittelbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden und seit zehn Jahren für die musikalischen Belange des Motettenchors verantwortlich. In der Summe war das Konzert also von zahlreichen freudigen Anlässen getragen. Vorfreude herrschte im gut besetzten Gotteshaus. Besucher aus der Region hatte das Musikereignis angelockt. Das Repertoire des Motettenchors reicht von alter bis zeitgenössischer Musik. Der Stückemix in der Thomaskirche war auf die Passionszeit abgestimmt. Zwischen dem Zuhören richtete Paul Gromer den Blick auf das Kreuz. Der Dekan fügte den Wunsch hinzu, dass Melodien und Texte im Blick auf Ostern lange nachklingen mögen. Das Studium von A-cappella-Literatur steht beim Motettenchor im Vordergrund, in deutscher, englischer oder lateinischer Sprache. In der Thomaskirche sang die 40-köpfige Formation die insgesamt neun Werke jeweils in unterschiedlicher Stimmenzahl, von dreistimmig bis zum achtstimmigen Doppelchor. Anfang und Ende war Max Reger vorbehalten. 'Der Mensch lebt und bestehet' und 'Die Nacht ist kommen' gehören zu den 'Acht Geistlichen Gesängen' des Komponisten. Jeweils vokal und instrumental war im Programm Johann Sebastian Bach mit der Motette 'Jesu meine Freude' sowie 'Fantasie und Fuge c-Moll' zu hören. Gleiches galt für Johannes Brahms. Der Chor sang die Motette 'Warum ist das Licht gegeben', auf der Orgel spielte Assistenzkantor Timo Rinke aus 'Elf Choralvorspiele' die Stücke 'O Welt, ich muss dich lassen' und 'Herzlich tut mich erfreuen'. Mit 'Ein Tännlein grünet' beginnt das von Hugo Distler zusammengestellte Lied aus dem Mörike-Chorliederbuch 'Denk es, o Seele'. Diese Weise passte gut in den geistlichen Kontext, was etwa die Zeile 'Denk es, o Seele, auf deinem Grab zu wurzeln und zu wachsen' deutlich macht. Mit jeweils achtstimmigen Doppelchören wurden aus der Feder von Frank Martin aus dessen 'Messe' das 'Kyrie' sowie 'Agnus Dei' gesungen. 'Peace I Leave You' ('Frieden hinterlasse ich euch') von Knut Nystedt schloss zugleich das Zeitfenster des Konzerts ab, das Anfang des 18. Jahrhunderts begann und bis zur Gegenwart reichte.

Text und Foto: Emil Ehrler





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