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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 24.03.11 , gültig bis Mi. 30.03.11

Erster Bauabschnitt der Söllinger Nordumgehung ist offen

LKW müssen nicht mehr durch die enge Bahnhofstraße

Aus dem Jahr 1997 datieren erste Bestrebungen der Gemeinde Pfinztal, den Söllinger Bahnübergang im Ortszentrum zu beseitigen. Ein erster Teil der geplanten Ersatzmaßnahmen ist mit dem 1. Abschnitt der Nordumgehung nun fertig gestellt. Seit dieser Woche kann der Verkehr nun auf der neuen ca. 300 m langen Trasse zwischen der Bundesstraße 10 und der Reetzstraße rollen. Ein wichtiger Moment ist dies für die Söllinger Verkehrssituation, jedoch nur ein Schritt auf dem Weg zum großen Ziel. Noch frei von jeglichem Straßenverkehr schritt eine Delegation aus Behördenvertretern, Ingenieuren, Mitgliedern des Gemeinde- und Ortschaftsrats und der beteiligten Baufirmen die neue Trasse ab, bis hin zum bereits wenige Stunden zuvor freigegebenen Kreisverkehrsplatz. Vor den Sommerferien soll die Ausschreibung für die im weiteren Verlauf notwendige Bahnunterführung erfolgen. Im Herbst dann wird mit dem Start der Bauarbeiten gerechnet. Ihren Anschluss nördlich der Bahnlinie erhält die Nordumgehung an die bereits umgestaltete Wesebachstraße. Läuft alles nach Plan, wird 2012 die Nordumgehung Söllingen vollständig fertig sein. Der erste Spatenstich für die Baumaßnahme datiert vom Mai 2009. Die Einweihung für den ersten Bauabschnitt der Nordumgehung Söllingen fand im kleinen Rahmen statt. Das blaue Band, das die neue Straße überspannte, wurde mit einem Vierer-Scherenschnitt durchtrennt. Bereits bei diesem Akt war die Freude groß, die sich noch merklich steigerte, als Jürgen Genthner, der Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe, die nunmehr vom Bundesministerium für Verkehr genehmigte Kreuzungsvereinbarung für das Vorhaben im Pfinztaldorf an Bürgermeister Heinz E. Roser übergab. Lange hatte man auf dieses Schreiben gewartet, das besagt, dass von den Kosten in Höhe von 15 Millionen Euro je ein Drittel der Bund, die Deutsche Bahn AG und die Gemeinde Pfinztal übernehmen. Wobei der kommunale Anteil durch einen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 75 Prozent noch wesentlich gemildert wird. Insgesamt wird das Bauprojekt zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs in der Größenordnung von rund 28 Millionen Euro liegen. Der erste Bauabschnitt kostete rund vier Millionen Euro. Darin enthalten sind neben dem Grunderwerb mit 1,5 Millionen, Ingenieurleistungen von rd. 800.000 Euro, die Brücke über die Pfinz mit rd. 750.000 Euro und 350.000 Euro für den Kreisverkehrsplatz. Bürgermeister Heinz E. Roser blickte nochmals in die Historie des Vorhabens. Er erinnerte an viele Faktoren, die Zeit kosteten, ließ den Gang vor den Verwaltungsgerichtshof in Mannheim nicht unerwähnt, ebenso die aus dessen Rechtsprechung herrührenden Enteignungsverfahren gegen fünf einheimische Grundstückseigentümer. Die Deckschicht auf der Fahrbahn, ursprünglich vorgesehen für Ende November, konnte durch das Winterwetter erst Ende Februar im fünften Anlauf aufgebracht werden. Am Ende sei die Sache im Sinne des Gemeinwohls gelungen, bilanzierte Roser. Auch der Söllinger Ortsvorsteher Tilo Reeb sprach von einem wichtigen Teilziel, das gewährleiste, dass nun der LKW-Verkehr vom und zum Gewerbegebiet 'Hochwiesen' über die Nordumgehung erfolgen kann und sich nicht mehr durch die enge Bahnhofstraße zwängen muss. Ein besonderes Geschenk hatte der Pfinztaler Bauamtsleiter Günter Knobloch für Bürgermeister Heinz E. Roser parat. Mit Klarsichtfolie verpackt und mit Schleife versehen beinhaltete das Präsent den ersten Bohrkern zum Bau der Nordumgehung.

Text: Emil Ehrler
Fotos: Gemeinde





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