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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 03.02.11 , gültig bis Mi. 09.02.11

Der Polizeiposten Pfinztal warnt!

Vorsicht, wenn Fremde läuten:

Hilfsbereitschaft an der Wohnungstür zahlt sich nicht aus! Schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür verwenden im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich immer neue Varianten einfallen lassen: Sie bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen Amtspersonen vor oder behaupten ganz einfach, sie zu kennen. Etliche Täterinnen und Täter täuschen auch Notlagen vor und geben sich hilflos. Verständigungsprobleme verstärken diesen Eindruck noch; Oftmals wollen Frauen mit Kindern ihr Herz rühren und sie mitleidig stimmen. Dabei verfolgen diese Diebe und Betrüger immer nur ein Ziel: Sie sollen die Tür öffnen, damit die Täter in ihre Wohnung gelangen. Lassen Sie es nicht soweit kommen! In Ihren eigenen vier Wänden wären Sie mit dem oder der Fremden alleine – und Sie können dabei Ihre Augen nicht überall haben. Dies gilt besonders im Hinblick darauf, dass die Täter oft nicht alleine in Ihre Wohnung kommen! Wer diese Tricks kennt, lässt sich kein X für ein U vormachen:

  • Kann ich bitte ein Glas Wasser haben, ich bin schwanger (Mir ist schlecht; Ich habe Durst; Ich muss eine Tablette nehmen.) Darf ich in ihre Küche kommen?
  • Haben Sie Papier und Bleistift? Der Nachbar ist nicht zu Hause, ich möchte ihm eine Nachricht hinterlassen. Haben Sie vielleicht eine Schreibunterlage (Hier ist das Licht so schlecht.) Darf ich an ihrem Küchentisch schreiben?
  • Ich muss schnell telefonieren. Ich hatte einen Unfall. (Ich benötige einen Arzt; Ich hatte eine Autopanne.) Darf ich Ihr Telefon benutzen?
  • Darf ich bei Ihnen Blumen (oder Geschenke) für die Nachbarn abgeben? – Ich habe sie nicht angetroffen. Darf ich den Blumen in Ihrem Bad Wasser geben? Darf ich das Geschenk in Ihrer Wohnung sicher verwahren?
  • Ich habe ein dringendes Bedürfnis. Darf ich (mein Kind) Ihre Toilette benutzen?
  • Mein Baby braucht sein Fläschchen. Darf ich es bei Ihnen füttern (Wickeln)?
  • Falsche Amtsperson oder echter Betrüger? Verlangen Sie den Ausweis! Einige Täter lügen Ihnen vor, Ihre Wohnung in amtlicher Eigenschaft oder mit behördlicher Befugnis aufsuchen zu müssen. Dabei treten Trickbetrüger und Trickdiebe zum Beispiel in folgenden Rollen auf:
    - Kriminalpolizeibeamte oder Gerichtsvollzieher;
    - Mitarbeiter von Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke;
    - Handwerker, Heizkostenableser oder sonstige Beauftragte der Hausverwaltung;
    - Mitarbeiter der Kirche, des Sozialamts oder von anderen sozialen Stellen;
    - Berater der Krankenkasse oder der Rentenversicherung;
    - Postzusteller oder Monteure einer Telefongesellschaft.
  • Wenn Sie sich an jemand nicht mehr erinnern, ist er für Sie fremd. Würden Sie Fremde in ihre Wohnung lassen?
  • „Erinnern Sie sich nicht mehr an mich!?“ – Leute, die Sie noch nie in Ihrem Leben gesehen haben, reden Ihnen ein schlechtes Gedächtnis ein, um Sie in Sicherheit zu wiegen und von Ihnen in Ihre Wohnung gebeten zu werden. Vorsicht vor diesen „Bekannten“! Fremde würden Sie ja auch nicht hereinlassen.
  • Aber wenn Unbekannte vortäuschen, entfernte Verwandte zu sein oder frühere Nachbarn, alte Reisebekanntschaften, ehemalige Kollegen, Pflegepersonal oder Bettnachbarn aus ihrem letzten Krankenhausaufenthalt – wer möchte da unhöflich die Tür schließen, wer kommt da nicht zunächst ins Grübeln?
  • Unter Umständen wird ein solcher Besuch zuvor angekündigt. Die Anrufer geben sich beispielsweise als Enkel aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Häufig wird eine Notlage oder ein finanzieller Engpass vorgetäuscht. Dabei wird der Geldbetrag nie vom Anrufer selbst, sondern von einer fremden Person im Auftrag des angeblichen Verwandten abgeholt.
  • Tricktäter, Männer wie Frauen – rechnen mit ihrer Hilfsbereitschaft und nutzen sie schamlos aus! Da bestellen ihnen wildfremde Menschen Grüße von entfernten Verwandten oder überbringen eine Unglücksnachricht. Dabei haben sie nur ein Ziel: Sie sollen sagen: „Bitte kommen Sie herein.“

 Tipps ihrer Polizei:

  • Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen, wer zu ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster; Benutzen sie die Türsprechanlage.
  • Öffnen Sie Ihre Tür nur mit vorgelegter Türsperre (z. B. Sperrbügel oder Sperrkette).
  • Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung.
  • Überlegen Sie folgendes, wenn Fremde an der Tür von ihrer Not erzählen: Warum wenden sich diese Leute nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern gerade an mich?
  • Nur wenn Sie alleine sind, haben Trickdiebe leichtes Spiel mit Ihnen. Versuchen Sie, bei unbekannten Besuchern einen Nachbarn hinzuzubitten oder bestellen Sie Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Nehmen Sie für Ihre Nachbarn nur Lieferungen, die bezahlt werden müssen, entgegen, wenn diese Ihnen angekündigt wurden.
  • Bieten Sie bei einer angeblichen Notlage an, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser) hinauszureichen. Schließen Sie dabei stets Ihre Tür und lassen den Besucher draußen warten.
  • Lassen Sie nur Handwerker herein, die Sie selbst bestellt haben oder die von Ihrer Hausverwaltung angekündigt wurden.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen einen Dienstausweis, prüfen Sie ihn sorgfältig (Druck?, Foto?, Stempel?) bei gutem Licht mit einer Lesebrille. Rufen Sie im Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Lassen Sie dabei Ihre Tür versperrt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch: Sprechen Sie laut mit ihnen oder rufen Sie um Hilfe!




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