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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 21.11.18 , gültig bis Mi. 28.11.18

Traditionelle St. Martinsumzüge in Pfinztal

In Wöschbach schlängelt sich der Laternenzug durch das Oberdorf

Bald 1.700 Jahre werden es sein, als ein gewisser römischer Soldat mit Namen Martin vor den Toren von Amins in Frankreich sich von der Not eines fremden Menschen anrühren lässt und in legendär gewordener Weise mit ihm seinen Mantel teilt. Dabei erfährt der aus dem heutigen Ungarn stammende junge Mann: Wo er dem Nächsten dient, dient er letztlich auch Gott. An diese gute Tat des heiligen Martin und späteren Bischofs von Tours erinnert man sich bis heute immer am 11. November. Dann sind in der hereinbrechenden Dunkelheit Martins-Umzüge angesagt, von Kindern getragene Laternen künden davon. Auch stellt sich die Gewissensfrage: Wo und wann lasse ich mich anrühren von der Not anderer Menschen? In Wöschbach ist das Laterne tragen für Martin eine Gemeinschaftsaufgabe: Das ökumenische Kindergottesdienstteam der evangelischen Kirchengemeinde Berghausen-Wöschbach und der katholischen Kirchengemeinde Sankt Johannes der Täufer mit Diakonin Karin Rheinschmidt und Wort-Gottes-Leiter Franz Specht übernimmt mit einem Gottesdienst den ersten Teil. Zum dritten Mal übrigens. Als Power-Point-Präsentation werden die Illustrationen von Jacky Gleich zur Vorlesegeschichte „Martin“ von Doris Dörrie gezeigt: „Huiii, das macht Martin und seinen Freunden Spaß: In ihren schönen, warmen Winterjacken sausen sie auf ihren Schlitten die Hügel im Park hinunter. Immer an der alten Frau vorbei, die frierend auf der schneebedeckten Bank sitzt. Dem kleinen Martin ist die Frau schon ein bisschen unheimlich. Warum geht sie nicht nach Hause, wenn sie keinen Mantel anhat? Karin Rheinschmidt erzählt die Geschichte vom heiligen Martin, von der Armut und vom Teilen, neu – bezogen auf die Gegenwart. Vor dem Gotteshaus erwarten die Feuerwehr Wöschbach, die den Martinsumzug sichert, und „Bailey“ der den Laternenzug anführt, die kleinen und großen Teilnehmer. Zum zehnten Mal ist der Oldenburger Wallach dabei und trägt im Sattel auf seinem Rücken Nelly Hendl, die in die Rolle des römischen Soldaten Martin geschlüpft ist. Der große Lichterzug setzt sich bei frühlingshaften 15 Grad Lufttemperatur in Bewegung durch das Oberdorf zum Pausenhof der Grund-schule. Lieder wie „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“, „Ein armer Mann, ein armer Mann, der klopft an viele Türen an“, „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ oder „Laterne, Laterne“ werden wie schon zuvor in der Kirche gemeinsam gesungen. Auf dem Schulhof hat die Feuerwehr den Holzstapel für das große Feuer gerichtet und entzündet. Nochmals werden Lieder gesungen. Auch erhält jeder von den zur Gesamtveranstaltung mit beitragenden Verantwortlichen der Grundschule samt Elternbeirat und Förderverein eine Salzbrezel.

Text: Emil Ehrler





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