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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 21.11.18 , gültig bis Mi. 28.11.18

Wertvolles Wirtschaftsgespräch zu „Pfinztal 2035“ mit Gewerbetreibenden

Pfinztal viele Stärken attestiert, aber auch Schwachpunkte bestätigt
 
Die Anhörung von Interessengruppen in der Gemeinde zum Projekt „Pfinztal 2035“ geht in den Endspurt. Am Mittwochabend hatten die beauftragten Planer von imakomm AKADEMIE und die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeisterin Nicola Bodner, ihren Amtsleitern Wolfgang Kröner und Thomas Sturm sowie Projektkoordinator Christian Bauer Vertreter der örtlichen Wirtschaft zu Gast. Rund 50 Gewerbetreibende waren der Einladung gefolgt und machten die Anhörung zum bisher kommunikations-intensivsten, ertragreichsten und für die weiteren Planungen wohl aussagekräftigsten bisherigen Meeting ein-schließlich der vier Workshops in den Ortsteilen. Man nahm sich viel Zeit und bot allen Teilnehmern ohne Ausnahme Gelegenheit, ihre Meinung zu Stärken und Schwächen der Gemeinde zu äußern und Wünsche für die Entwicklung der Kommune in den nächsten fast zwei Jahr-zehnten vorzubringen. Den Stellungnahmen vorgeschaltet waren einführende Beiträge von Nicola Bodner, Laura Dierks vom Planungsbüro sowie des Hauptamtsleiters Wolfgang Kröner. Bodner begrüßte ausdrücklich intensiven Meinungsaustausch mit den Wirtschaftsvertretern. Die Gemeinde sei durch Pflichtaufgaben eng gebunden, aber gerade deshalb sei es wichtig, Vorschläge von dieser Seite zu erhalten, um den Wirtschaftsstandort Pfinztal zu erhalten und zu stärken. Das Gemeindeentwicklungskonzept strebe auch einen Mehrwert für die Betriebe an, so Laura Dierks vom Beratungsunternehmen. W. Kröner erinnerte daran, dass Pfinztal derzeit 3.264 Arbeitsplätze (700 mehr als 2000 trotz rückgängiger Unternehmenszahl) vorweisen könne. Die Arbeitslosenzahl betrage 264. Der Gewerbeflächenbedarf bleibe ein heikles Thema; es gebe kaum Leerstände und Verkäufe. Die Topographie wie Flächenbesitz in privater Hand mache Erweiterungen schwierig. Eine neue Erweiterung gebe es in Berghausen bei der Gemeinschaftsunterkunft. Kämmerer T. Sturm meinte, mit dem Gewerbesteuerhebesatz von 345 v.H. liege man an der unteren Grenze im Landkreis. Man habe vor allem Mittelstands-, keine Großbetriebe. Das Gewerbesteueraufkommen sei gemessen an der Gemeindegröße mit vier Millionen Euro relativ niedrig. „Pfinztal hat eine hohe Lebensqualität“, befanden fast alle Redner. Die Akribie, das Gemeinwohl zu stärken, sei bei allen Beteiligten sehr positiv. Die Infrastruktur mit guter Verkehrsanbindung in der Achse Karlsruhe-Pforzheim und die Einbettung in eine schöne Landschaftsumgebung stimme, im Gesundheitswesen sei man gut aufgestellt, es gebe einen hohen Freizeitwert durch reges Vereinsleben („Vereinsförderung lobenswert“), man habe ein vor-zeigenswertes Bildungszentrum, ein funktionierendes Betreuungssystem für Alt und Jung und Geschäfte wie Handwerksbetriebe jeglicher Art, das Angebot stimme in Quantität und Qualität. Kaufkraft sei vorhanden, die Gemeinde habe eine gewisse, überschaubare Größe, das Netzwerk unter den Firmen sei stimmig. Angestrebt wer-den sollte eine Aufwertung vom Unter- zum Mittelzent-rum. Allgemein befürchtet wird jedoch, „wenn wir den überbordenden Verkehr nicht aus den Orten rauskriegen, lässt sich nicht viel am äußeren Erscheinungsbild positiv verändern“. Zentrale Ortsplätze fehlten, die Ortsdurchfahrten müssten aufgewertet werden. Nicht ausreichende Parkplätze (Kurzzeitparkplätze werden begrüßt) beklagt vor allem der Einzelhandel, der auch innerörtliche Shuttle-Bus-Verbindungen gutheißen würde. Ein Fahrradschnell-weg könne auch Mobilität verbessern. Dringend erforderlich sei der Kabelausbau für ein leistungsfähiges Internet. Neue Gewerbeflächen sollten im Hinblick auf neue Arbeitsplätze vergeben werden. Mischgebiete statt reiner Wohngebiete wären auch ratsam. Die Firmenvertreter wünschen auch engere Kontakte mit den Schulen, damit die Schüler und Lehrer die gewerblichen Möglichkeiten vor Ort besser erkennen und nutzen können. Pfinztal gerade für die Jugend interessant zu halten, sei wichtig. Deshalb gelte es, den Kontakt mit der Jugend zu intensivieren. Gegenseitiges Vertrauen sei auf diesem Gebiet sehr bedeutsam. Begrüßt würde ein Notfallplan für Hochwasser. Unklar ist man sich, ob Tempo 30 wirklich echte Verbesserungen bringt.

Text Karl-Heinz Wenz





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