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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 04.10.18 , gültig bis Mi. 10.10.18

Auch die kleinen Ortsteile haben spezielle Wünsche

Zukunftswerkstatt „Pfinztal 2035“ in Kleinsteinbach und Wöschbach

Nach dem größten Ortsteil standen in dieser Woche die beiden kleinen, Kleinsteinbach und Wöschbach, bei der Zukunftswerkstatt „Pfinztal 2035“ im Blickpunkt. Gemessen an der jeweiligen Einwohnerzahl schnitten „die Kleinen“ nicht schlecht ab, was die Bürgerbeteiligung angeht. Prozentual waren sie sogar besser repräsentiert. 35 Personen interessierten sich am Mittwoch- in der Kleinsteinbacher Schulaula und 28 am Donnerstagabend in Wöschbachs Mehrzweckhalle für die Belange des angedachten Planwerks zur Gestaltung der Kommune in den nächsten 15 bis 20 Jahren. Dabei fiel auch auf, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fast ausschließlich jeweils von ihrem Wohnort kamen. Generationenübergreifende Beteiligung war besonders in Kleinsteinbach festzustellen.

Nach der demselben Muster folgenden Einführung und Informationsvermittlung zum Workshop-Ablauf wie bei der Erstveranstaltung in Berghausen durch Bürgermeisterin Nicola Bodner, Planungsbürobeauftragter Teresa Nitsche (an Stelle von Elias Henrich) und Moderator Bernhard Stobitzer machten sich Gruppen an die Arbeit, ihre Überlegungen zu diskutieren, Wünsche zu artikulieren und schließlich diese schriftlich festzuhalten. Von großen, schwer zu finanzierenden Projekten bis hin zu schnell umsetzbaren Vorschlägen reichte die Wunschliste in Kleinsteinbach. Im Bereich Verkehr/ Infrastruktur drückt die Ortsumfahrung und die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs mit Fußgängerunterführung an Ort und Stelle besonders. Ein drittes Bahngleis von Söllingen bis Remchingen bleibt weiter im Fokus. Kurzfristig ist eine bessere Taktierung des KVV bis Remchingen ein vielfaches Anliegen. Der geplante Radschnellweg sollte bis Kleinsteinbach gehen. Spielstraßen werden besonders von jungen Familien gewünscht. Eine Ampel an der B 10 könnte die Sicherheit von Fußgängern erhöhen. Geordnetes Parken in der Ortsmitte sollte durch die Ausweisung von Parkbuchten angestrebt werden. Die demographische Entwicklung erfordere auch in Kleinsteinbach betreutes Wohnen/ein Pflegeheim. Für bezahlbaren Wohnraum gebe es für junge Familien und Studenten Bedarf. Ein Seniorenstammtisch biete sich für die ältere Generation an. Die Vermittlung von „Leih“-Omas und -Opas wäre auch eine gute Idee. Hortbetreuung sollte kostenlos angeboten werden. Die Anbringung von Rotkreuz-Notfall-Tafeln im Außenbereich könne helfen, Leben zu retten. Mitfahrbänke und ein Bürgerbus in allen vier Ortsteilen, das Ansiedeln von Handwerksbetrieben mit Start-up-Förderung lauten weitere Wünsche. Die Optimierung von Spielplätzen, eine Mountainbike-Strecke um Pfinztal, Verbesserung der Wanderwege, ein kleines Kulturzentrum mit Café und schließlich die Wünsche von Jugendliche nach einem Schwimmbad, Freizeitpark, einer Flying-Fox-Seilbahn und „coolen“ Klassenzimmern gehörten auch dazu.
Manches wiederholte sich auch in Wöschbach. Dazu ist dort die Beleuchtung des Rad-/Fußwegs nach Berghausen ein besonderes Anliegen. Man wünscht sich autofreie Wege. Ziel müsse es sein, Pfinztal zu einer „grünen“ Gemeinde durch Umweltmaßnahmen zu machen. Eine innerörtliche Begegnungsstätte, ein Tag der Vereine (die auch e-Sports anbieten sollen), eine modernisierte Gemeindehalle, Schulpartnerschaften parallel zu den Städtepartnerschaften und zusätzlich mit französischem Ort, ein Ausbau der Wochenmärkte und eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung im lokalen Umfeld stehen ferner auf der Agenda.

Die letzte Zukunftswerkstatt „Pfinztal 2035“ findet am 8.Oktober, 18.30 Uhr im Emil-Frommel-Haus Söllingen statt. Kleinkinderbetreuung bei der Veranstaltung ist möglich.

Text: Karl-Heinz Wenz





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