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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 26.09.18 , gültig bis Mi. 03.10.18

„Pfinztal 2035“ baut auf Mitwirkung der Bürger

Zukunftsworkshops für Ideen zur Gemeindeentwicklung

Mit Informationsveranstaltungen einschließlich Workshops in allen vier Gemeindeorten will die Kommune ihrem großen Projekt „Gemeindeentwicklungsplan Pfinztal 2035“ Leben einhauchen. Dies machte Bürgermeisterin Nicola beim Auftakt der Veranstaltungsreihe in Berghausen deutlich. Bodner wie Elias Henrich vom begleitenden Beratungsunternehmen imakomm AKADEMIE und Moderator Bernhard Stobitzer wiesen darauf hin, dass neben den Vorschlägen „von außen“ (Unvoreingenommenheit) Impulse „von innen“ durch bereits schon bestehende Planungen und Überlegungen der Gemeindegremien sowie Ideen der Einwohnerschaft von großer Bedeutung seien. Deshalb seien zu den Workshops auch Bürgerinnen und Bürger von Jung bis Alt, Neubürger, Familien oder Vereine, Kirchen und sonstige Institutionen mit ihrer speziellen Sicht der Dinge eingeladen, ihre Wünsche und Vorstellungen einzubringen. Rund 50 Personen waren der Einladung in die Schulaula des Bildungszentrums gefolgt.
„Es ist gut, dass die Gemeindepolitik heute einmal in erster Linie Zuhörer ist“, gab die Bürgermeisterin mit auf den Weg und wünschte, dass die sich beteiligenden Bürger „etwas mitnehmen und vielleicht zur weiteren Mitarbeit bereit sind“. Über 200 hätten auch bereits im von der Gemeinde geschalteten Online-Briefkasten Vorschläge übermittelt; 1000 sollten es bis Ende Juni 2019, wenn das Konzept stehen soll, schon sein, meint das Gemeindeoberhaupt. E. Henrich gab einleitend einen Überblick über das Projekt, das die Herausforderungen für die Gemeinde auch unter dem Blickwinkel demographischer Entwicklungen konkretisieren soll. Pfinztal solle weiterhin lebenswert bleiben, die Lebensqualität in den nächsten 20 Jahren möglichst noch gesteigert werden. Beim Blick auf die Teilorte solle die Sicht auf die Gesamtgemeinde nie außer Acht gelassen werden. Entwickelt werden soll ein roter Faden mit ganzheitlichem Ansatz. Schwerpunkte sollen gesetzt und Prioritäten aus dem ersten „Wunschkonzert“ der Einwohnerschaft abgeleitet werden. Eine Begrenzung des möglichen Rahmens ergebe sich durch die Verfügbarkeit finanzieller Mittel und von Personalressourcen. Gerade „das liebe Geld“ gab ein Zuhörer schon zu Beginn als restriktive Schranke für die Wünsche zu bedenken.
Mehrere Impulse und konkrete Ansätze für die Mitarbeit der Bürger vermittelte B. Stobitzer mit Power-Point-Unterstützung. Dabei wurden als mögliche Themen und Kategorien genannt: Bauen & Wohnen; Versorgung & Einkaufen; Arbeiten, Gewerbe & Wirtschaft; Politik & und Gemeindeverwaltung; Verkehr & Infrastruktur; Bildung, Gesundheit & und Soziales; Freizeit, Kultur & Tourismus. Die Arbeitsphase wurde anschließend in Kleingruppen abgewickelt, die als Zielgruppen definiert waren: Senioren, junge Familien, Jugend, Neubürger, Vereine etc.
Ein kurzer Auszug aus den erbrachten Ergebnissen: Fehlen durfte natürlich nicht die Ortsumfahrung, dazu 30 km/h auf allen Straßen. Parkmöglichkeiten werden angemahnt, eine KVV-Karte für Pfinztal vorgeschlagen, dazu bessere Zugänge zu den Bahnsteigen. Möglichkeiten zum Einkaufen vor Ort (Tante-Emma-Läden, Baumarkt, ZG) werden gewünscht. Die Naherholung an der Pfinz (Pfinzaue-Park) sollte ausgeweitet, der Umweltgedanke weiter gefördert werden. Wünschenswert wären eine Begegnungsstätte, Kleinkunstbühne, Reaktivierung des „Adler“ als Kulturstätte, ein Open-Air-Festplatz und Grillplätze. Die baldige 1250-Jahrfeier von Berghausen sollte als Auftakt für bessere Kooperation der Vereine und Organisationen dienen. Ein gemeinsames Fest der Ortsteile sollte angestrebt werden. Die Seniorenakademie könnte weiter ausgebaut und überörtlich vermarktet werden. Ein Ausbau der Nachbarschaftshilfe sei denkbar.


Weitere Zukunftsworkshops:
Mittwoch, 26.9., Kleinsteinbach (Grundschule); Donnerstag, 27.9., Wöschbach, Schulturnhalle; Montag, 8.10., Söllingen (Emil-Frommel-Haus) – jeweils 18.30 Uhr.


Text: Karl-Heinz Wenz





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