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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 27.11.19 , gültig bis Mi. 04.12.19

Friedevolle Advents- und Weihnachtszeit

In der Nachbarschaft oder beim Einkaufen, am Arbeitsplatz oder in der Schule, in Bus oder Bahn – unwillkürlich, als gänzlich Unbeteiligter, bekommen wir immer wieder einmal Konflikte, Zwist und Streit mit, manchmal lautstark. Und selbst sind wir ja auch nicht vor Unfrieden gefeit. Der Frieden im Großen? Egal wann – ein Blick in die Medien zeigt, wie sehr der Frieden weltweit bedroht bzw. dass er vielerorts zunichte gemacht ist.

Wollen wir im Kleinen, in unserer Umgebung Frieden bewirken, braucht es die Bereitschaft, dem anderen zuzuhören, sich um des Friedens willen auch mal zurückzunehmen, etwas aufzugeben und versöhnlich zu sein. Die Hand zum Frieden zu reichen, ist nicht immer einfach.

Dass es sogar im Krieg gelungen ist, zeigt der sogenannte Weihnachtsfrieden im Ersten Weltkrieg, ein inoffizieller Waffenstillstand an einigen Abschnitten der Westfront. Über die genauen Hintergründe mögen Militärhistoriker forschen; Fakt ist, dass an Weihnachten 1914 Soldaten und Offiziere friedlichen Kontakt mit ihren Gegnern aufnahmen, die oft nur wenige Meter entfernt im Schützengraben lagen. Auf beiden Seiten wurden Weihnachtslieder gesungen und Kerzen angezündet. Man ging aufeinander zu, redete miteinander. Nicht alles lässt sich belegen; aber genügend glaubhafte Informationen berichten, dass Soldaten der gegnerischen Lager einander Familienfotos zeigten, Adressen austauschten, sich gegenseitig mit Zigaretten und Schokolade beschenkten. Laut Tagebuchnotizen und Feldpostbriefen feierten gegnerische Soldaten damals auch gemeinsam Gottesdienst. Am Weihnachtsfrieden von 1914 sollen Tausende teilgenommen haben.

Es wäre großartig, wenn wir in unserer Umgebung – in der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft und überall in Pfinztal – immer auch Worte des Friedens finden und Taten des Friedens tun würden.

Jesus Christus, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern, ist der „Friedefürst“. Er bot damals seinen Frieden an und tut dies auch heute. Menschen, die friedfertig sind und Frieden stiften, werden von ihm, so das Matthäus-Evangelium, als „selig“ bezeichnet.

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine „selige“ (Advents-)Zeit und ein friedevolles Weihnachtsfest.

 

Susanne Raible, Eileen Jock

Neuapostolische Kirchengemeinden Pfinztal





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