Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 10.10.18 , gültig bis Mi. 17.10.18

Erntedankaltar 2018

Erntedankfest: Geschmückte Kirchen und der Dank an den Schöpfer

Erntedank ist ein Brauchtumsfest und wird von den Christen in Deutschland seit 1770 gefeiert. Dazu werden die Kirchen mit Gemüse, Getreide und Obst von Äckern, Feldern und Wiesen des jeweiligen Dorfes geschmückt. So auch in Wöschbach in der katholischen Kirche Sankt Johannes der Täufer. Hier ist für das Herrichten und Gestalten des „Erntedankaltars“ seit 44 Jahren der katholische Frauenkreis verantwortlich. Dabei sind von Anbeginn Elke Stubenrauch und Hildegard Wolfahrt, vor 27 Jahren kam Helena Schultz dazu.

Das Trio macht sich jeweils am Tag vor dem Erntedankfest daran, die von Mitbürgern gebrachten Gaben auf den fünf Stufen vor dem Ambo dekorativ zu platzieren. Heuer war die Ernte gut und folglich ist eine breite Palette an Lebensmitteln zu sehen. Mit dabei sind Äpfel, Kastanien, Kürbisse, Mais, Nüsse, Rüben, Salat bis Zucchini, um nur einige Arten und Sorten zu nennen. Natürlich gehören auch Ähren und Brot dazu. Auch fehlen Marmeladen und Fruchtsäfte nicht. Neu ist eine Strohpuppe, die eine Bauersfrau darstellen soll, die sich bestens in das üppige Ernteangebot heimischer Fluren einfügt. Zuletzt wurde die Vielfalt von Gemüse und Obst mit Blattwerk ausgeschmückt. Erntedank heißt auch miteinander teilen. Die Ernte war jahrhundertelang der Höhepunkt des Jahres. Damals lebten mehr als 80 Prozent der Menschen auf und vor allem vom Land und der Ernte. Ob Ernte oder Missernte: Im langen Winter war man davon abhängig. Bei einer reichen Ernte war die Freude ent-sprechend groß.

Die moderne Gesellschaft kennt eine neue Lust am Garten mit ganz unterschiedlichen Formen. Klein- und Schrebergärten sind bekannt, neu dagegen sind das „urban gardening“, „vertical farming“ oder „hobby farming“. Gemein ist allen, dass sie das Interesse der Menschen an ihren Lebensgrundlagen hin zu ursprünglichen Lebensmitteln widerspiegeln.





Zurück