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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 07.11.18 , gültig bis Mi. 14.11.18

Zehnte Theatersaison des Kleinsteinbacher Musikverein-Ensembles mit Prachtstück

Ein kleines Jubiläum kann die Theaterspielgruppe des Musikvereins Kleinsteinbach mit ihren diesjährigen Auftritten feiern. Das MV-Ensemble spielte seine zehnte Saison und hatte sich hierzu ein wahres Prachtstück der guten Laune, das aus der Feder von Erich Koch stammende Lustspiel in drei Akten „Ein Mädchen muss her“, ausgesucht. Von den acht Mimen sind fünf seit den Anfängen dabei; man ist eine gewachsene Einheit geworden, die zusammenhält wie Pech und Schwefel. Die Stücke werden zusammen ausgesucht, Regie wird gemeinsam geführt, und man benötigt auch keine(n) Souffleur(se). „Bei uns geht’s auch in den Proben immer lustig zu“ sehen die Laienschauspieler als eines der Geheimnisse ihres Erfolges. Das ausverkaufte Haus – die Aula der Grundschule – ist ein Beweis, dass ein breites Publikum – davon auch viele von auswärts – das Angebot annimmt und die schauspielerischen Leistungen honoriert. Talent war bei den Akteuren reichlich vorhanden; Sabine Liebke, Andreas Frey, Steffen Konstandin, Sylvia Künzler, Manuela Wessinger, Uwe Konstandin und Sven Wessinger entwickelten sie weiter und machten es auch jetzt dem Newcomer, Christian Ringwald, leicht, sich in seiner Rolle zu bewähren.

Mit „Ein Mädchen muss her“ waren ein Frontalangriff auf die Lachmuskeln und wiederholter Szenenapplaus garantiert. Die sprechintensiven Rollen – „es lohnte sich, mit den Vorbereitungen bereits im Mai begonnen zu haben“ – bewältigten die fünf männlichen und drei weiblichen Akteure beachtlich. Eine Hauptrolle gab es eigentlich nicht; allesamt hatten ihren gleichwertigen Anteil. Andreas Frey hatte als Dorfpfarrer in dem im Pfinztaler Dialekt gespielten Stück wieder einen unnachahmlichen, ihm auf den Leib zugeschnittenen Auftritt.

Zum Inhalt: Die Schwestern Sabine Konstandin (Sabine Liebke) und Sylvia Künzler (Sylvia Künzler) leben mit ihren Familien zusammen in einem Haus. Ihre Ehemänner, Uwe Konstandin (Uwe Konstandin) und Steffen Künzler (Steffen Konstandin), treten überzeugend als Pantoffelhelden auf, tragen ihr Schicksal mit viel Humor und sprechen gerne dem Alkohol zu. Beim Schlagabtausch mit den Frauen geht es oft turbulent zu. Gegenseitig spart man nicht mit erniedrigenden Bezeichnungen und Kommentaren. Den Männern ist besonders wichtig, dass ihr Stammtisch frauenfrei und der monatliche Barbesuch gesichert bleibt. Die Situation ändert sich gravierend, als die ungeliebte dritte Schwester einem noch aufzuklärenden häuslichen Unfall zum Opfer fällt. Ein Testament ist zunächst nicht da, Kinder gibt es nicht. Die Schwester sehen sich als Alleinerben und bedienen sich schnell am wertvollen Hausrat der Verstorbenen. Polizist Sven Wessinger (Sven Wessinger), im Ort „Rossler-Sven“ wegen seiner Vorliebe für Hochprozentiges genannt, nimmt Befragungen wegen des Tods der Schwester auf. Dann erscheint der Dorfpfarrer mit dem Testament, das er als Vertrauensperson, wie ausgemacht, eröffnen soll. Es verfügt, dass nur die Familie als Haupterbe des sich auf zwei Millionen Euro belaufenden Vermögens in Betracht komme, in der zuerst ein Mädchen geboren wird, das Lisa wie die Schwester heißen soll. Ein gnadenloser Kampf um das Erbe beginnt. Auch der Pfarrer und der Polizist zeigen Interesse, denn die Kirche und der Musikverein sollen als Erben Berücksichtigung finden, wenn die Testamentforderung nicht erfüllt würde. Zum allgemeinen Chaos trägt noch die den Eltern verborgene feste Liaison der Kinder der beiden Familien, Manu (Manuela Wessinger) und Ringo (Christian Ringwald), bei. Auf Drängen der Frauen versuchen die Eheleute den Auftrag zu erfüllen, die Männer fühlen sich aber überfordert. Sie verabreichen den Frauen lange wirkende Schlafmittel, um ihren Barbesuch zu sichern. Selbst Pfarrer und Polizist werden in das Schlafzimmergeschehen einbezogen. Schließlich zeichnet sich durch die anstehende Geburt von Zwillingsmädchen für Manu und Ringo eine überraschende Lösung ab. Man versöhnt sich wieder und verspricht Pfarrer und Polizist eine großzügige Spende.

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz





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