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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 07.11.18 , gültig bis Mi. 14.11.18

„Cannabis auf Pfinztaler Wochenmarkt“ - Dammwaldbühn sorgt für Zoff mit dem Stoff

In Söllingen und darüber hinaus ist die „Dammwaldbühn“ Kult. Die Laientheatergruppe der Sportvereinigung Söllingen hatte zuletzt eine schöpferische Pause eingelegt. Diese Auszeit hat gutgetan, wie sich bei der doppelten Aufführung von „Nur Zoff mit dem Stoff“ im Emil-Frommel-Haus zeigte. Dabei wurde das Volksstück in drei Akten in einer eigens dafür von Frank Leutmann gefertigten Außenkulisse in Szene gesetzt. Noch bevor der Vorhang aufging, bescheinigte Theaterleiter Tilo Reeb dem Publikum, dass die „zehn Schauspieler, Brigitte Leber als Souffleuse und Michael Wenz für die Technik gut drauf sind“ und versprach einhundert unterhaltsame Minuten. Um eine größere Identifikation mit dem Geschehen zu haben wurde von Regisseur Tilo Reeb viel Lokalkolorit als besondere Würze eingearbeitet. Gemüsebeete teilen die Bühne. Auf der einen Seite leben Franz und Erika Kohlkopf (Eddi Schlegel und Susanne Kässinger). Als einfache Gemüsebauern müssen sie hart arbeiten und verdienen nur wenig. Täglicher „Zoff“ mit der gesundheitsbewussten Nachbarin Maja Müslein (Petra Köthen), die auf ökologischen Gemüseanbau und die traditionelle chinesische Heilkunst schwört, kommt hinzu. Damit lässt sich gut Geld verdienen, beispielsweise mit Henneliese von Wolkenstein (Nicole Mudersbach) samt Kater Amadeus und deren Wehwehchen und Problemen. Ehemann Klaus Peter Müslein (Tilo Reeb) steht unter der totalen Fuchtel seiner Frau und hat zu spuren. Als leichtgläubige Kaufladenbesitzerin mischt Berta Lädle (Vanessa Weis) mit und kauft ihr Obst und Gemüse mal bei Kohlkopfs, mal bei Müsleins. Zum Kundenkreis gehören ebenso Giovanni und Maria Tomati (Frank Leutmann und Nina Anton) die im Pfinztaldorf die Trattoria „Sette Colli“ betreiben. Eines Tages taucht Mario (Artur Herb), eine äußerst dubiose und geheimnisvolle Gestalt auf und gibt sich als polnischer Erntehelfer aus. Dabei hat er seltsame Pflanzen, Cannabis wie sich alsbald zeigt, die Kohlkopfs bei guter Pflege viel Geld bringen sollen. „Bonzo“ wie er in der Drogenszene genannt wird, möchte ein Wundermittel zur Potenzsteigerung herstellen und pocht auf strengste Geheimhaltung. Es kommt jedoch anders und löst mehrere Missverständnisse aus. Franz will seinem Freund Giovanni bei dessen „Liebesproblemen“ helfen und der wiederum setzt eine „Pizza Potenza“ auf die Speisekarte. Auch Klaus Peter Müslein verkauft auf dem Pfinztaler Wochenmarkt in Berghausen unwissend diese Wunderpflanzen. Alle Beteiligten sind nun in höchster Gefahr und die Tageszeitung macht mit der Schlagzeile „Cannabis auf Pfinztaler Wochenmarkt“ auf.  Zum Problemlöser wird der harmlose „Softie“ Thorsten Weichmann (Mirko Köthen) mit seiner Schwäche für das männliche Geschlecht. Der getarnte Hauptkommissar und Drogenfahnder vom Polizeiposten Pfinztal macht den polnischen Erntehelfer dingfest und verhilft Kohlkopfs zu einem fünfstelligen Finderlohn.

Text: Emil Ehrler





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