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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 14.05.19 , gültig bis Mi. 22.05.19

Erlebnisraum Pfinztal“: „Kräuterkennenlernstunde“ beim Obst- und Gartenbauverein Kleinsteinbach

Zum bereits fünften Mal – Käthe Schreiber sprach bei der Begrüßung von einem kleinen Jubiläum – organisierte der Obst- und Gartenbauverein Kleinsteinbach in der Veranstaltungsreihe „Erlebnisraum Pfinztal“ eine sogenannte Kräuterwanderung. Die interessierte Gruppe mit deutlicher weiblicher Dominanz und einem festen Teilnehmerstamm mit gewissen Vorkenntnissen, aber auch einigen Neulingen, ließ sich wieder von Claudia Zwietasch, einer ausgebildeten Kräuterexpertin aus Kämpfelbach-Bilfingen, in die Wertigkeit und die Geheimnisse von Wildkräutern einführen. Die Kenntnis über deren Bedeutung und sinnvolle Verwendbarkeit hat in den letzten Jahren bei vielen Menschen ohnehin zugenommen. Die Umgebung des Lehrgartens des OGV in den „Jungen Wingert“ mit ausgedehnten Streuobstwiesen war das ideale Suchfeld für die Naturliebhaber. Die feuchten Wiesen, vom stundenlangen Regen am Samstagmorgen durchtränkt, waren kein allzu großes Hindernis auf der Suche. Allerdings öffneten sich die Blüten der Kräuterpflanzen bei der Nässe nur zaghaft, wie C. Zwietasch feststellte. Es blieb aber bei dem Rundgang wenigstens von oben trocken. Doch bevor es auf die Suche ging, setzte die „Kräuter-Hexe“ am Vereinsheim eine alkoholfreie Bowle mit Ginger Ale und Holundersirup und mitgebrachten Kräutern wie Zitronenmelisse, Pfefferminze, Waldmeister, Gänseblümchen, Günsel und Kornelkirschen an. „Alle aromatischen Kräuter sind hier möglich“, betonte sie. Die Kräuter mit allen Sinnen zu erfassen, sie genau zu betrachten, zu riechen, abzutasten, davon zu kosten und zu verzehren, war ihr auf dem Flurgang, wo man alle paar Meter haltmachen konnte, besonders wichtig. Die Verwendbarkeit als wertvolle und bereichernde Küchenzugabe wie auch als medizinisches Naturhilfsmittel waren ihr wichtig aufzuzeigen, aber sie wies auch auf Giftstoffe enthaltende Kräuter wie die Herbstzeitlose und auf Verwechslungsgefahren wie am Beispiel Bärlauch und Maiglöckchen hin. Gerade junge Blüten und Blätter von Wildkräutern seien als Suppenwürze, für Salate, Pesto, Smoothies oder für Kräuterbutter am besten geeignet. Erläutert wurden auch die spezifischen Vorzüge wie aromatisch, sehr würzig, etwas bitter etc. Reich war das entdeckte Angebot: Günsel, Gundermann, Schafgarbe, Sauerampfer, Wiesenwitwenblume, Wiesensalbei, Knoblauchrauke, Klettenlabkraut, kriechendes Fingerkraut, Grassternmiere oder Wiesenlabkraut. Doch auch Apfel-, Kirschblüten oder junge Brombeerblätter könnten verwertet werden. Vielfältig war auch das Material für medizinische Hilfsmittel gegen Hautkrankheiten, Entzündungen, Husten, Rheuma und Krämpfen mittels Günsel, Gundermann, Spitzwegerich, Schafgarbe, Gänsefingerkraut oder Nelkenwurz. Hinweise gab es schließlich auch für die Lagerung und Trocknung von Kräutern oder zur Herstellung von Tinkturen und Tees. Gelungener Abschluss der „Kräutersitzung“ war dann die Verköstigung von mit gesammelten Kräutern hergestellten Brotaufstrichen und der inzwischen aromatischen Bowle.

 

Text: Karl-Heinz Wenz





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