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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 17.07.19 , gültig bis Mi. 24.07.19

Ehrenbürgerrecht an Karlheinz Essig verliehen

Er hat sich in vielfältiger Weise um die Gemeinde und ihre Bürger verdient gemacht
 
Bürgermeisterin Nicola Bodner überreicht die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger Pfinztals

Der dieser Tage große Reigen von Ehrungen in der Gemeinde Pfinztal wurde am Freitagabend um eine weitere, besondere Variante, bereichert: In einem feierlichen Festakt in der Aula der Grundschule Kleinsteinbach wurde auf Beschluss des Gemeinderates Karlheinz Essig von Bürgermeisterin Nicola Bodner das Ehrenbürgerrecht verliehen. Er reiht sich damit ein in die Riege von bisher vier ernannten Ehrenbürgern der 1974 gegründeten Kommune:
 Olga-Marie Freifrau von Gemmingen-Guttenberg (†)
 Bürgermeister Gerhard Mußgnug (†)
 Rolf Wagner (†)
 Franz Schäfer
Vor der zahlreich vertretenen Großfamilie Essig/Rosswag, Ehrenbürger Franz Schäfer, Vertretern aus Gemeinde- und Ortschaftsrat, der Kirche, Wirtschaft und dem Freundeskreis versicherte Nicola Bodner, es sei ihr eine Ehre, die höchste Auszeichnung der Gemeinde an einen Mitbürger zu verleihen, die dieser für sein überaus erfolgreiches Wirken für die Gemeinde und in Würdigung seiner Verdienste um die Gemeinschaft wahrlich verdient habe, betonte das die Amtskette tragende Gemeindeoberhaupt. Es sei ein ganzes Leben, das dieses verliehene Recht begründe. Der Gemeinderat habe in einzigartiger Geschwindigkeit und Einigkeit aller Fraktionen dem Antrag zur Ernennung zugestimmt. Karlheinz Essig wolle kein Held sein, zeichne sich aber durch sein nie versiegendes Engagement für seinen Heimatort Kleinsteinbach, die Gemeinde Pfinztal und ihre Bürger aus – „ein Leben für die Familie, die Politik als langjähriger Gemeinderat, Fraktionsvorsitzender, Bürgermeister-Stellvertreter, Ortschafts- und Kreisrat und den Beruf“ auf einen kurzen Nenner gebracht. Er sei, wie an anderer Stelle schon mehrfach betont, ein Mann mit Ecken und Kanten gewesen, sei aber immer für seine Ideale und Ziele eingestanden. Er sei aber nicht als Einzelkämpfer aufgetreten, sondern habe stets die Bedeutung des Teams vorangestellt. Der langjährige Geschäftsführer von Edelstahl Rosswag habe das Unternehmen in führender Weise aufgebaut, als wichtigen Arbeitgeber und Steuerzahler fortentwickelt. Nicht vergessen werden auch die vielen Impulse Essigs beim Zustandekommen und dem Fortbestand der Partnerschaft mit Leerdam. Bodner überreichte Essig die Ernennungsurkunde und bezog in ihrem Dank auch die wertvolle Unterstützung und das Verständnis von Ehefrau Doris mit ein.
In einer sehr persönlich gehaltenen Laudatio zeichnete der langjährige Freund und politische Wegbegleiter Essigs, Ferdinand Staiger, die Persönlichkeit des neuen Ehrenbürgers nach. Zu den bereits erwähnten politischen Ämtern zählte er auch weitere Betätigungsfelder auf: Aufsichtsratsvorsitzender bei der Volksbank, Festpräsident bei Vereinsjubiläen, aktiver Volleyballer und Posaunenbläser und zeichnete in humorigen Episoden die Entwicklung in der Jugend nach. Diese sei nicht ganz einfach gewesen; der Vater war im Krieg geblieben. In Robert Mall (†), auch späterer Gemeinderatskollege, habe er zum Glück einen Lehrer gehabt, der seine Talente, sein logisches Denken und sprachliche Fähigkeit weckte und ausbildete. Staiger berichtete auch von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen in seiner Kindheit und Jugend mit der Familie Rosswag, in die Karlheinz einheiratete. In die damals noch kleine Firma des Schwiegervaters eingestiegen, habe er hauptverantwortlich zum Aufschwung des Unternehmens beigetragen. Staiger nannte einige Beispiele für den nationalen und internationalen Ruf von Edelstahl Rosswag. Herausragend neben vielen Produkten im Hightech-Bereich seien in den letzten Jahren die Fertigungen von Klöppeln für die Glocken von Gotteshäusern mit weitbekanntem Renommee gewesen. Karlheinz Essig sei zum Glocken-Klöppel-Spezialisten geworden. Bei seinen geschäftlichen Erfolgen habe er stets Mitarbeiter teilhaben lassen. Daneben habe er aber auch vielen Kleinsteinbacher Mitbürgern aus sozialen und finanziellen Notlagen geholfen und Manches stillschweigend wieder in Ordnung gebracht. Einsatzfreude, Kreativität, auch Hartnäckigkeit und Risikobereitschaft seien Markenzeichen seiner Persönlichkeit. Er könne mit Stolz auf ein gutes, erfolgreiches Wirken zurückblicken. Staiger endete mit Dankesworten für die „Ehrenfreundschaft“ und guten Wünschen für eine positive gesundheitliche Entwicklung. Er bezog auch Ehefrau Doris in den Dank mit ein; sie sei ihm immer Halt und Stütze gewesen. Ihr gelte deshalb ein gutes Stück der jetzigen Ehrung. 
Bewegt skizzierte der Geehrte in gereimten Worten sein Leben („war ich auch öfter weiter fort, Kleinsteinbach bleibt immer mein Heimatort“), erzählte aus den Anfängen seiner politischen Karriere in Pfinztal und dankte für die große, ihm erwiesene Ehre.
Ein besonderes Highlight im Programm waren schließlich mehrere beeindruckende Liedvorträge des zum Freundeskreis zählenden bekannten Tenors Jay Alexander, am Klavier von Juna Tcherevatskaia begleitet. In seinem Redebeitrag hob der Sänger auch einige Parallelen wie die Liebe zur Musik und zu Glocken zwischen ihm und Essig hervor. Disziplin, Kraft, Visionen, aber auch der Glaube, der vieles trage, gehören zu Essigs beachtlicher Lebensleistung, stellte Alexander fest. Für weitere musikalische Unterhaltung sorgte die Band „Sonny Boys“ mit einer zum Anlass passenden Liedauswahl.
Text: Karl-Heinz Wenz





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