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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 07.02.18 , gültig bis Mi. 14.02.18

Im Bürgerhaus: 23.02., 19.30 Uhr: Jörg Kräuter: „Geht Baden!“

Baden hat seinen Jörg Kräuter. Den ersten und einzigen König von Baden. Jede Region braucht eine moralische Instanz. Einen Leuchtturm, einen Warner, einen der mit gutem Beispiel voraus stolpert. 40 Jahre Regentschaft, 40 Jahre auf badischen Kleinkunstbühnen das Badner Lied gesungen. Diese badische Nationalhymne, von Naturheilkundlern als Narkotikum verehrt, vom alternativen Landbau als Unkraut- und Schneckenvernichter, von der Kriminalpolizei als Druckmittel und von Eheleuten als Scheidungsgrund. Eigentlich Anlass zum Jubel, doch der Badische Volkskörper ist in schlechter Verfassung! Es ist eine verrückte Welt geworden, dieses Baden, wo man aus Tannenzapfen Bier macht, aus Singvögeln Uhren und aus Zwetschgen Wasser. Eine Welt, in der man barfuß betet, Wodka trinkt und schwäbisch singt. „Früher war's auch net so wie's heut sein sollt!' Der Badener ist nicht mehr der, der er nie war. Verloren zwischen badischem Gaza-Streifen (den badisch-schwäbischen Grenzgebieten im Osten) und den qualmenden Flammkuchen-Manufakturen der Elsässer im Westen. So ruft der König von Baden zu Ordnung, Katharsis und geistigem Ölwechsel. Nun heißt es ausBaden! Unüberhörbar schallt es über die Schwarzen Wälder, bis tief in die Sümpfe des Rheingrabens und hinauf in die reblausigen Vorbergzonen: „Geht Baden!' Eintritt 13 Euro



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