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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 19.04.17 , gültig bis Mi. 26.04.17

Streuobstwiesen im Frühling

Streuobstwiesen sind altes Kulturgut und besitzen eine einzigartige Vielfalt an historischen Obstsorten. Sie stellen für viele Tier- und Pflanzenarten wichtige Rückzugsräume dar.

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms „Erlebnisraum Pfinztal“ wurde zu einer Wanderung durch die Streuobstwiesen eingeladen.

An einem frühlingshaften Tag mit sommerlichen Temperaturen (um die Mittagszeit waren 20 Grad erreicht) freuten sich die Organisatoren des Obst- und Gartenbauvereins Berghausen über die große Beteiligung.

Erlebnisraum Pfinztal: Streuobstwiesen im Frühling

Ein frühlingshafter Tag mit sommerlichen Temperaturen (um die Mittagszeit waren 20 Grad erreicht) gaben dem Flurgang „Unsere Streuobstwiesen im Frühling“ mit großer Beteiligung einen idealen Rahmen. Auf einer Schleife mit Start und Ziel beim Vereinsheim der Berghausener Kleintierzüchter ging es auf der verlängerten Dahlienstraße bis zum Rittnertwald und zurück mit einem Schwenk zum Gewann „Hasenlauf“. Dort haben die Mitwanderer Karin und Klaus Bisjak ihr Obstgrundstück, das sich in voller Blüte zeigte. Für Wanderleiter Bernd Schaber, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Berghausen, der mit großem Sachverstand und fachlicher Kompetenz Wissenswertes zu Fauna und Flora im Frühling mitteilte, eine prädestinierte Adresse. Zum Baumbestand gehören 14 Apfelbäume, fünf Birnenbäume, aber auch Mirabellen, Zwetschgen und ein Streuobstbaum. Alte Sorten wie „Boskoop“, „Brettacher“, „Champagner Renette“ oder „Ontario“ haben hier ihren Platz. Wie ein roter Wortfaden begleiteten den Rundgang Ausführungen zu „Entwicklung, Nutzung, Schutz und Erhalt der Streuobstwiesen“. Noch 1983 waren rund drei Viertel des gesamten Obstanbaus im Lande Hochstammanlagen. Der Obstbau wurde also überwiegend mit hochstämmigen Sorten betrieben. Typisch war die große Vielfalt an Obstarten und Obstsorten. Zuvor von 1957 bis 1974 waren rund 14.000 Hektar Streuobstanbau gerodet worden. Resümee, so Schaber: Eine ideale Lösung für die Pflege und den Erhalt der Streuobstwiesen, die die ökologischen und die ökonomischen Interessen gleichermaßen berücksichtigt, gibt es nicht. Nur der Idealismus und die Liebe zur Natur der Streuobstwiesenbesitzer sind Garant für den Erhalt unseres typischen, durch den Streuobstanbau geprägten Landschaftsbildes. Bleibt zu hoffen, dass es auch noch in Zukunft sehr viele Liebhaber der Streuobstwiesen gibt.

Nächste Veranstaltung der Reihe „Erlebnisraum Pfinztal“ ist am Samstag, 22. April mit „Unterwegs auf dem Kreuzwanderweg Wöschbach“ mit Thomas Schindel

Treffpunkt: 15.00 Uhr, Ölfunzelbrunnen, Rathaus Wöschbach. Thomas Schindel ist ein Kenner der örtlichen Geschichte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wanderungen erhalten historische Informationen zu Wöschbach, dem Kreuzwanderweg und den Gewannen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.





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